Wallenhorst kommt ins Radio Rundfunkgottesdienst wird aus der Alten Kirche ausgestrahlt

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Gestalten den Rundfunkgottesdienst am 30. Dezember in der Alten Kirche in Wallenhorst (von links): Regionalkantorin Maria Hartelt, Pater Thomas Vaddakumchery, Karl Burmeister (Vorsitzender Förderverein Alte Kirche) , Pfarrer Dietmar Schöneich, Martin Tigges (Diözesankirchenmusikdirektor) und Ruth Beerbom (Rundfunkbeauftragte des Bistums Osnabrück). Foto: Christina HalbachGestalten den Rundfunkgottesdienst am 30. Dezember in der Alten Kirche in Wallenhorst (von links): Regionalkantorin Maria Hartelt, Pater Thomas Vaddakumchery, Karl Burmeister (Vorsitzender Förderverein Alte Kirche) , Pfarrer Dietmar Schöneich, Martin Tigges (Diözesankirchenmusikdirektor) und Ruth Beerbom (Rundfunkbeauftragte des Bistums Osnabrück). Foto: Christina Halbach

Wallenhorst. Die Alte St. Alexanderkirche erlebt am Sonntag nach Weihnachten einen besonderen Gottesdienst: Die Heilige Messe am 30. Dezember um 10 Uhr wird über NDR Info, WDR 5, MDR Kultur und RBB Kulturradio live übertragen.

Rund 300.000 Menschen an den Radiogeräten werden nach Angaben des NDR die Messe mit den Gläubigen in der Alten Kirche feiern. Zelebrant ist Pater Thomas Vaddakumchery. Die Predigt hält Pfarrer Dietmar Schöneich: „Wir werden viele Tausende Menschen erreichen können, in Köln oder Koblenz sind wir genauso hörbar wie in Berlin oder in Leipzig“, erklärte der Leiter der Wallenhorster Pfarreiengemeinschaft zum bevorstehenden großen Ereignis im Alten Dorf.

Gute Kirchenmusiker

Der Rundfunkgottesdienst ist für Wallenhorst keine Premiere. Bereits in 2014 wurde der Ostergottesdienst in der St.-Josefkirche von verschiedenen Radioprogrammen übertragen. Dass nur vier Jahre später der Norddeutsche Rundfunk erneut mit dem Übertragungswagen anrückt, führt Schöneich vor allem auf die guten Kirchenmusiker in der Gemeinde zurück: „Das macht es unkompliziert“, sagt Schöneich. Diözesankirchenmusikdirektor Martin Tigges wird die Messe an der Orgel begleiten. Mit ihm musiziert Querflötistin Nicole Goedereis-Buller. Außerdem singt der Jugendchor A-Chor-D unter der Leitung von Regionalkantorin Maria Hartelt.

Exaktes Protokoll

Vieles wird am 30. Dezember anders sein als sonst bei den Gottesdiensten. Damit alles klappt, feiern Pater Vaddakumchery und alle anderen Mitwirkenden den Gottesdienst schon einmal am Tag vorher, in der Vorabendmesse zur üblichen Zeit um 18.30 Uhr. Aufnahmeleiterin und Techniker stoppen im Übertragungswagen die Zeit von Liedern, Gebeten und Texten mit. Denn am nächsten Morgen ist nach 60 Minuten Schluss mit der Live-Übertragung, da pünktlich um 11 Uhr die Nachrichten gesendet werden. „Es gibt ein exaktes Protokoll: Wort für Wort ist aufgeschrieben und zeitlich ausgemessen“, erläutert Pfarrer Schöneich, der seine Predigt über die Bedeutung von Familie in Kirche und Gesellschaft gegen seine sonstige Gewohnheit genau vorbereiten musste. Auch Organist Martin Tigges muss sich bei Auswahl der Musikstücke an einige Vorgaben halten: „Es gibt die dringende Empfehlung, dass wir auf die Stammteile des Gotteslobs zurückgreifen, die auf Bundesebene festgelegt worden sind.“ Grund: Ein Hörer in Sachsen sollte, wenn er die Gesangbuchnummer bekommt, genauso mitsingen können wie ein Gläubiger aus Osnabrück.

Manöverkritik nach Generalprobe

Eine weitere Besonderheit: „Stille darf nicht sein“, sagt Ruth Beerbom, die Rundfunkbeauftragte im Bistum Osnabrück. Übergänge müssen gut organisiert sein, damit keine Lücken entstehen. Beerbom ist das Bindeglied zwischen Kirche und Sender und sieht sich selbst als „Anwältin der Hörer“: „Wir stellen uns in den Dienst der Hörer, die nicht in die Kirche gehen können, um einen zügigen und klangvollen Ablauf zu gestalten.“ Sie ist auch dabei, wenn nach der Vorabendmesse alle Beteiligten zu einer Manöverkritik zusammen kommen, um zu schauen, ob die Zeitansätze stimmen. Denn der Gottesdienst sollte nicht nur nicht zu lang, sondern auch nicht zu kurz sein.

Das Dorf hilft mit

Auch der Förderverein der Alten Kirche wird im Live-Gottesdienst zu Wort kommen. Der Vorsitzende Karl Burmeister wird im Gespräch mit Ruth Beerbom über die Arbeit des Vereins berichten: „Die Alte Kirche ist ja eine Besonderheit gegenüber den anderen Kirchen, weil sie vom Förderverein unterhalten wird und der macht das ja nicht kurzfristig, sondern seit mehr als 40 Jahren. Das sollte man auch herausstellen.“ Damit rund um die Alte Kirche alles reibungslos über die Bühne geht, haben bereits die Nachbarn ihre Unterstützung zugesagt: Weil der Übertragungswagen aus Platzgründen nicht auf dem Gelände der Alten Kirche, sondern auf dem Parkplatz Quartier bezieht, hat ein Anwohner bereits der Verlegung der Kabel über sein Grundstück zugestimmt, ein Handwerkerbetrieb stellt seinen Starkstromanschluss zur Verfügung.

NDR Info auf UKW-Frequenz 87,6 zu empfangen

Nach dem Gottesdienst ist die Gemeinde bis 14 Uhr telefonisch unter 05407/2321 für Anregungen, Kritik und auch Dank zu erreichen. Der Predigttext steht dann im Internet zum Download unter www.radiokirche.de. In Wallenhorst sendet NDR Info auf der UKW-Frequenz 87,6. Damit die Übertragung ohne Störungen beginnen kann, bittet die Kirchengemeinde die Gottesdienstbesucher, sich gegen 9.40 Uhr in der Alten Kirche einzufinden.


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