Gemeinschaft, Glaube und Familie Stefan Düing zu Gast beim 60+-Kolpingfrühstück in Hollage

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Diözesan-Kolpingsekretär Stefan Düing sprach beim 60+-Frühstück der Hollager Kolpingsenioren über die bundes- und weltweite Bedeutung des Kolpingwerkes. Foto: Christina HalbachDiözesan-Kolpingsekretär Stefan Düing sprach beim 60+-Frühstück der Hollager Kolpingsenioren über die bundes- und weltweite Bedeutung des Kolpingwerkes. Foto: Christina Halbach

Wallenhorst. Über die Bedeutung von von Adolph Kolping, dem Begründer des Kolpingwerks, in Deutschland und weltweit sprach der Leiter des Diözesanbüros Osnabrück Stefan Düing beim 60+-Frühstück der Hollager Kolpingsenioren.

Zimststerne, Lebkuchen und Stollen: Zahlreiche adventliche Leckereien machten das Büffet beim letzten Frühstück der Hollager Kolpingsenioren in diesem Jahr zu einem echten Hingucker. Wie immer war die beliebte Veranstaltung mit über 84 Teilnehmern gut besucht, wie die langjährigen Gastgeber Ursula und Franz Thöle berichteten. Auch Referent Stefan Düing stellte fest: „Das ist eine super Teilnehmerzahl.“ Schließlich gebe es im Diözesanverband Osnabrück Kolpingfamilien, die noch nicht einmal so viele Mitglieder haben. Eine Familie in einer Gemeinde im Emsland etwa zähle gerade einmal zwölf Kolpinger. Davon ist die Hollager Kolpingfamilie weit entfernt. Sie gilt mit 840 Mitgliedern als die größte weltweit. Insgesamt 130 Familien mit insgesamt 18.000 Mitgliedern gehören zum Diözesanverband, der in Osnabrück seinen Sitz an der Kolpingstraße hat. Auch Leiter Stefan Düing hat dort sein Büro. Im Philipp-Neri-Haus schilderte er die Entwicklung vom einstigen Gesellenverein zum Kolpingwerk, das bundes- und weltweit unter der Prämisse Selbst- und Gemeinschaftshilfe im Einsatz ist.

Hilfe für Wandergesellen

1000 Straßen und Plätze sind in Deutschland nach Adolph Kolping benannt, 230 Häuser und sogar sieben Familienferienhotels in seinem Namen errichtet. Wer war dieser Mann? Die Not der Handwerker in Zeiten der Industrialisierung hatte den Priester Adolph Kolping Mitte des 19. Jahrhunderts auf die Idee gebracht, den Gesellen während ihrer Suche nach Arbeit Unterkunft, Essen und Bildung zu geben und damit den Grundstein für die 230 Kolpinghäuser gelegt. Noch heute begeben sich jährlich zwischen 500 bis 600 Gesellen auf die Walz – jedoch nicht aus Not, sondern aus Lust das Land, Europa und die Welt kennenzulernen, berichtete Düing. Auf die Unterstützung des Kolpingwerkes können sie immer noch zählen: „Wir laden sie ein und geben ihnen Unterkunft und Essen.“

„Verantwortlich leben und solidarisch handeln“ ist die Maxime des Kolpingwerkes, die in vielen Handlungsfeldern umgesetzt wird. Dazu gehört unter anderem das Kolping-Bildungswerk, das mit Werkstätten in Papenburg und Wietmarschen Dienstleistungsbetriebe unterhält, in denen Langzeitarbeitslose etwa mit Umzugsarbeiten oder beim Möbelbau an die Arbeitswelt herangeführt werden. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Familienarbeit, bei der das Kolpingwerk erkannt hat: „Es gibt viele Formen des Familienlebens. Dem stellen wir uns“, stellte Düing fest. Neben den klassischen Familiennachmittagen werden Vater-Kind oder Großeltern-Wochenenden sowie Freizeiten für benachteiligte Familien angeboten. Weltweit bildet Kolping ein Netz mit über 400.000 Verbandsmitgliedern in mehr als 60 Ländern. Partnerland des Diözesanverbandes Osnabrück sind die Philippinen, wo das Werk mittlerweile 1000 Mitglieder gewinnen konnte. Projekte, die Kleingewerbe ermöglichen, sollen helfen die Lebensbedingungen der Menschen im Inselstaat zu verbessern.

Glaube und Spiritualität 

Bei allen Aktivitäten spielen Glaube und Spiritualität nach wie vor eine wichtige Rolle. Veranstaltungen wie etwa die Diözesanversammlung im September in Hollage werden traditionell mit einem Gottesdienst eröffnet: „Wir wollen zeigen“, betonte Düing, „dass wir in Zeiten, in denen Kirche der Wind ins Gesicht bläst, zur ihr stehen.“


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