Spendierfreudige Doppelkopfbrüder Wallenhorster „Silberfüchse“ spenden für Caritas-Stiftungsfonds

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Wenn sie Doppelkopf spielen, gewinnen immer nur andere. Die „Hollager Silberfüchse“ (von links) Georg Reinke, Rudolph Debbeler, Hugo Pott, Anni Kock und Heinz Strößner spenden ihre Kasse, die sie übers Jahr fett gemacht haben, regelmäßig an karitative Einrichtungen. Foto: Joachim Dierks.Wenn sie Doppelkopf spielen, gewinnen immer nur andere. Die „Hollager Silberfüchse“ (von links) Georg Reinke, Rudolph Debbeler, Hugo Pott, Anni Kock und Heinz Strößner spenden ihre Kasse, die sie übers Jahr fett gemacht haben, regelmäßig an karitative Einrichtungen. Foto: Joachim Dierks.

Wallenhorst. Die Hollager Silberfüchse sind in keinem Zoologie-Lehrbuch zu finden. Es handelt sich um Zweibeiner, die seit 1946 zusammen Doppelkopf spielen. Seit zehn Jahren schlachten sie am Jahresende ihre Kasse und stiften den Inhalt für gemeinnützige Zwecke.

„Früher haben wir das Geld, das beim Spielen zusammenkommt, bei verlängerten Wochenend-Touren auf den Kopf gehauen“, erläuterte Silberfuchs Hugo Pott, „doch dann haben wir uns gesagt, eigentlich kann jeder von uns die Reise auch selber bezahlen. Seit 2009 spenden wir Jahr für Jahr einen vierstelligen Betrag.“

Die Jahresspende 2018 in Höhe von 2000 Euro wird aufgeteilt: Eine Hälfte erhält Caritas International für die Flüchtlingshilfe, die andere Hälfte geht an den Caritas-Stiftungsfonds „Menschen in Not“ und hier speziell an das vom Ehrenpräsidenten des NFV-Fußballkreises Osnabrück-Land Helmut Buschmeyer und Unternehmerfamilie Kock initiierte Senegal-Hilfsprojekt.

Senegal-Hilfe

Seit zehn Jahren engagieren sich die Familien Buschmeyer und Kock aktiv in der Senegalhilfe. Finanziert wurden unter anderem ein Kranken- und Notarztwagen, eine Baby-Station und ein Mutter-Kind-Haus. Aktuell wird Starthilfe für den Bau einer Schule geleistet.

Die „Silberfüchse“ treffen sich jeden Montag zum Kartenspiel und zahlen freudigen Herzens für ihre vergeigten Spiele in die Kasse ein. Auch Verspätungen und sonstige „Vergehen“ kosten Geld. Wer um 19 Uhr nicht da ist, zahlt für jede Verspätungsminute drei Euro, bis zum Höchstbetrag von zehn Euro, die auch bei unentschuldigtem Fehlen fällig werden. Wer das Klubemblem, einen Silberfuchs aus Silber, nicht am Revers trägt, ist mit fünf Euro dabei. Jahr für Jahr kommt auf diese Weise ein erklecklicher Betrag zusammen.

Ein Gründungsmitglied ist seit 72 Jahren aktiver Mitspieler: der heute 92-jährige Heinz Strößner. Ein weiterer Silberfuchs der ersten Stunde, Gerd Kock, ist kürzlich verstorben und wird heute von seiner Witwe Anni vertreten. Die weiteren Aktiven, die später hinzustießen, sind Georg Reinke, Rudolph Debbeler und der frühere Gemeindedirektor Hugo Pott.


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