An Querungshilfe erfasst Fahrradfahrer in Wallenhorst schwer verletzt

Von PM und Jörg Sanders

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Symbolfoto: dpa/Patrick SeegerSymbolfoto: dpa/Patrick Seeger

Wallenhorst. Ein Fahrradfahrer ist am Dienstagabend bei einem Unfall schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt worden. Ein Auto hatte den 23-Jährigen an einer Querungshilfe erfasst.

Gegen 18.40 Uhr wollte der Radfahrer die Straße an der Querungshilfe überqueren. Er übersah dabei den VW eines 23-Jährigen. Es kam zum Zusammenstoß. Ein Rettungswagen brachte den schwer verletzten Radfahrer in ein Krankenhaus. Es entstand ein Sachschaden von 3000 Euro.

Die Polizei führt den Radfahrer als Beschuldigten. Ohne anzuhalten habe er die Fahrbahn überquert, obgleich er keine Vorfahrt gehabt habe, sagte eine Sprecherin. Eine Querungshilfe – in diesem Fall eine Mittelinsel für Fußgänger – ist kein Zebrastreifen, und selbst ein solcher ist lediglich für Fußgänger angelegt.

Dürfen Radfahrer über Zebrastreifen fahren?

Die StVO besagt, Fußgängern und Rollstuhlfahrer sind am Fußgängerüberweg bevorrechtigt. Radfahrer erwähnt der Paragraf gar nicht. Die Regel beschränkt sich eindeutig auf „zu Fuß Gehende“. Dazu zählen auch Radfahrer, die ihr Rad schieben sowie Radfahrer, die auf einem Pedal stehend darüber rollen, urteilten Gerichte. Wer über den Zebrastreifen radelt, ist nicht bevorrechtigt. Zwar verteilen Gerichte in der Regel auch dann die Schuld auf Auto- und Radfahrer. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, schiebt sein Rad besser über den Zebrastreifen. (StVO § 26, Absatz 1) yjs


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