Rat beschließt Neubau Kläranlage Wallenhorst: Pläne für neues Gebäude überarbeitet

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Mit Blick über das gesamte Gelände: So soll das neue Betriebs- und Sozialgebäude der Kläranlage "Barlager Esch" in Wallenhorst aussehen. Im Hintergrund ist ein Carport geplant. Entwurf: Hans Riepenhoff/RMN ArchitektenMit Blick über das gesamte Gelände: So soll das neue Betriebs- und Sozialgebäude der Kläranlage "Barlager Esch" in Wallenhorst aussehen. Im Hintergrund ist ein Carport geplant. Entwurf: Hans Riepenhoff/RMN Architekten

Wallenhorst. Den Bau eines neuen Betriebs- und Sozialgebäudes an der Kläranlage "Barlager Esch" hatte der Wallenhorster Rat bereits Ende vergangenen Jahres beschlossen. Die Detailplanung brachte zwischenzeitlich allerdings einige Änderungen mit sich, die der Rat nun ebenfalls einstimmig billigte.

Die Verwaltung hatte im November 2017 lediglich eine sogenannte Vorentwurfsplanung für den Neubau vorgestellt, die seinerzeit durch die Planungsgesellschaft HI Nord erarbeitet worden war. Für die eigentliche Entwurfsplanung erfolgte nach dem einstimmigen Ratsbeschluss vom Dezember dann ein entsprechendes Ausschreibungsverfahren, das letztlich das Osnabrücker Planungsbüro "RMN Architekten" für sich entschied. 

Ein- statt zweigeschossig

In die Planung einbezogen waren auch der TÜV, der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz als sogenannte fremdüberwachende Stellen. Die Anforderungen, die sie an das neue Betriebsgebäude stellten, führten schließlich zur wichtigsten Neuerung: Statt wie ursprünglich geplant zweigeschossig soll es nun eingeschossig werden. So sollen nach Angaben der Verwaltung die internen Betriebs- und Verwaltungsabläufe optimiert und zugleich eine "vollständige Barrierefreiheit" erreicht werden.

Groß genug für zehn Mitarbeiter

Die Pläne, die RMN-Architekt Hans Riepenhoff in der jüngsten Bauausschusssitzung bereits persönlich vorgestellt hatte, sehen nun im Nordwesten der Kläranlage ein rund 380 Quadratmeter großes Gebäude mit Pultdach vor. Dem Vorentwurf entsprechend, wird es perspektivisch auf zehn Mitarbeiter ausgelegt, zwei Frauen und acht Männer. Nördlich des Betriebs- und Sozialgebäudes soll zudem eine Carport- und Garagenanlage mit einem separaten Geräte- und Lagerraum entstehen.

Getrennte Schwarz- und Weiß-Bereiche

Wichtigste Verbesserung im Gebäude ist die Trennung der schmutzigen, verkeimten und schadstoffbelasteten „Schwarz-Bereiche“ von den sauberen „Weiß-Bereichen“, die im derzeitigen Gebäude nicht gegeben ist. Dabei sind anders als im Vorentwurf nun zwei eigenständige Schwarz- und Weiß-Bereiche (Umkleide weiß, WC weiß, Dusche, Umkleide schwarz, WC schwarz) mit jeweiliger Geschlechtertrennung vorgesehen. Hinzu kommen die Leitwarte, ein Büro-, Labor-, Pausen-, Hauswirtschafts-, Lager-, Haustechnik-, Sozial- und Archivraum sowie ein Unisex- und ein Behinderten-WC.

Eingeschossig mit Pultdach: Das neue Betriebs- und Sozialgebäude der Wallenhorster Kläranlage von allen vier Seiten. Entwurf: Hans Riepenhoff/RMN Architekten

Die neue Leitwarte wird nach Südosten ausgerichtet sein, sodass das gesamte Kläranlagengelände überblickt werden kann. Durch den Wechsel zur eingeschossigen Bauweise entsteht zudem eine deutlich größere Dachfläche, sodass laut Verwaltung mehr Solarmodule als ursprünglich vorgesehen installiert werden können. 

Gesamtkosten nun bei 1,07 Millionen Euro

Durch die Änderungen des Entwurfs wird das Gebäude Riepenhoff zufolge rund 100.000 Euro mehr kosten als ursprünglich geplant. Demnach belaufen sich die voraussichtlichen Gesamtbaukosten nunmehr auf etwa 1.070.000 Euro. Der Rat sah den Neubau dennoch weiterhin als alternativlos an und stimmte auch den überarbeiteten Plänen einstimmig zu. Nach Auskunft der Verwaltung soll das Vorhaben nun zeitnah öffentlich ausgeschrieben werden. Der Bau könnte demnach im ersten Quartal 2019 starten und im dritten Quartal abgeschlossen sein - ein Vierteljahr später als ursprünglich geplant.


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