Kolpingswerk tagt in Hollage Warum sind Menschen Mitglieder in den Kolpingsfamilien?

Meine Nachrichten

Um das Thema Wallenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Hielt die Predigt im Festgottesdienst: Diözesanpräses des Kolpingverbandes Reinhard Molitor. Foto: Stefan BuchholzHielt die Predigt im Festgottesdienst: Diözesanpräses des Kolpingverbandes Reinhard Molitor. Foto: Stefan Buchholz

Wallenhorst. Mit einem Festgottesdienst ist am Sonntagmittag die diesjährige Diözesanversammlung des Kolpingwerkes zu Ende gegangen.

In seiner Predigt ging Diözesanpräses Reinhard Molitor auf erste Ergebnisse der sogenannten Missbrauchsstudie der deutschen Katholischen Kirche ein. Sie waren letzte Woche bekannt geworden. Die Trauer und Scham über das, was im Namen der Kirche und durch die Kirche geschehen sei, müsse unendlich groß sein, zitierte Molitor Bischof Bode. „Wir sind als Kirche über den Beichtstuhl kein Selbstreinigungsladen, sondern müssen heute ganz anders reagieren“, sagte Molitor.

Anderes Thema: Warum sind Menschen Mitglied in den Kolpingsfamilien? Darüber gaben Männer und Frauen Auskunft im Gottesdienst. „Ich finde es immer wieder überraschend, wie aktuell Kolping noch heute ist. Mir liegt am Herzen der Spruch: Wer Mut macht, macht Mut!“, sagte Thomas Steinkamp.

Ihn hatte am Samstagnachmittag die Kolping-Jugend als ihren neuen Geistlichen Begleiter gewählt. Steinkamp löste Christin Völker-Gerd ab, die aus familiären Gründen nicht mehr zur Verfügung stand.

Als Geistlicher Begleiter ist man mit in den Vorstand eingebunden und achtet darauf, dass das Sprechen über Gott nicht zu kurz kommt, skizzierte Thomas Steinkamp sein Verständnis eines Geistlichen Begleiters.

Am Samstagabend gab es im Rahmen eines Unterhaltungsprogramms auch die Prämierung von beispielhaften Projekten verschiedener Kolpingsfamilien. Das Geld schüttete die Stiftung „Hans Tegeler Kolping 2000“ diesmal an sieben Kolpingsfamilien aus.

400 Euro bekam die Kolpingsfamilie Ankum für ihr überregional Beachtung gefundenes Engagement für die Opfer der Colonia Dignidad. Je 200 Euro bekamen die Kolpingsfamilie Wallenhorst (Projekt: „Gegen das Vergessen“), die Kolpingsfamilie Papenburg für den Bücherbasar und die Kolpingsfamilie Nordhorn für die „Geben und Nehmen“-Box.

Jeweils 100 Euro gab es von der Stiftung für die Kolpingsfamilie Osnabrück-Pye und das Projekt „500 Deckel gegen Kinderlähmung“, die Kolpingsfamilie Hollage (Aufstellen von Bänken) und die Kolpingsfamilie Syke für die konzertante Organisation der St. Paulus-Serenaden.

Noch vor dem Festgottesdienst wurde der Diözesanvorstand gewählt. Hierbei gab es nur eine Veränderung.  Stefan Block (Bohmte) übernimmt künftig das sogenannte Handlungsfeld „Eine Welt“. Sein Vorgänger,  André Rolfes (Gesmold) legte das Amt aus privaten Gründen nieder.

Die über 200 Delegierten verabschiedeten zudem, für 2021 einen Kolpingtag in Osnabrück stattfinden zu lassen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN