Ergebnis überörtlicher Prüfung vorgestellt Wallenhorsts finanzieller Erfolg liegt knapp unter Durchschnitt

Von Christina Halbach, 12.09.2018, 10:37 Uhr
Wallenhorsts Kämmerer Florian Lüttkemöller legte im Finanzausschuss das Ergebnis eine überörtliche Prüfung durch den Landesrechnungshof vor. Foto: Michael Gründel

Wallenhorst. Gemessen am finanziellen Erfolg liegt die Gemeinde Wallenhorst im Vergleich mit 38 niedersächsischen Kommunen nur knapp unter dem Durchschnitt. Eine besonders gute Figur macht die Gemeinde bei der fristgerechten Erstellung seiner Jahresabschlüsse. Das ergab eine überörtliche Prüfung durch den Landesrechnungshof für den Zeitraum 2011 bis 2013.

Alle fünf Jahre prüft die Landesbehörde, ob das Haushalts- und Kassenwesen der Kommunen ordnungsgemäß und wirtschaftlich geführt wird und trifft zugleich eine Aussage über deren Leistungsfähigkeit: „Dafür werden Kennzahlen gebildet und verglichen“, erläuterte Kämmerer Florian Lüttkemöller in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses. Der Landesrechnungshof will den geprüften Kommunen damit kein Ranking, sondern eine Standortbestimmung liefern, das heißt Transparenz bei der Haushaltskonsolidierung herstellen und Handlungsalternativen aufzeigen. In den Blick genommen wurden neben Gemeinden wie etwa Stuhr, Isernhagen oder Weyhe auch Städte wie Aurich, Papenburg, Rinteln und die Nachbarkommune Bramsche.

Danach liegt Wallenhorst mit einem durchschnittlichen ordentlichen Ergebnis von 500.000 Euro knapp unter dem ermittelten Durchschnitt von 800.000 Euro. Die damit erfasste Differenz zwischen Erträgen und Aufwendungen stellt den finanziellen Erfolg der laufenden Verwaltungstätigkeit im betrachteten Haushaltsjahr dar. Besser stehen im kommunalen Vergleich etwa die Landkreisgemeinden Bramsche (1,9 Millionen Euro) oder Georgsmarienhütte (5,1 Millionen Euro) dar. Spitzenreiter ist Langenhagen bei Hannover mit einem durchschnittlichen ordentlichen Ergebnis von 7,7, Millionen Euro. Schlechter als Wallenhorst schlossen hingegen Norden (400.000 Euro) und Papenburg (200.000 Euro) ab. Abgeschlagen auf den letzten Platz befindet sich Helmstedt mit einem Minus von 2,9 Millionen Euro . Bei dem durchschnittlichen ordentlichen Ergebnis pro Einwohner sieht es anders aus. Hier liegt Wallenhorst mit 1.368 Euro weit unter dem Durchschnitt von 1.789 Euro, die Nachbargemeinde Bramsche ist mit 1.348 Euro knapp darunter angesiedelt. Spitzenreiter ist hier Aurich mit 3.868 Euro, gefolgt von Langenhagen mit 2.944 Euro. Knapp unter dem Durchschnitt liegt Wallenhorst 766 Euro pro Bürger bei der investitiven Verschuldung, also der Kreditaufnahme für Aufwendungen etwa im Straßenbau oder im Gebäudebestand.

Positiv ist Wallenhorst bei der jährlichen Haushaltsaufstellung aufgefallen. Mit Melle, Rinteln, Stade gehört die Gemeinde zu den vier Kommunen, die ihren Jahresabschluss in 2011 bis 2013 regelmäßig fristwahrend erstellt hat. Noch besser sieht es aus beim konsolidierten Jahresabschluss, also der Zusammenfassung der Abschlüsse der Kernverwaltung mit den Einrichtungen und Unternehmen wie etwa Eigenbetrieben und GmbHs. Dabei gab es nur eine Gemeinde, die das fristgerecht erledigt hat: „Das sind wir“, stellte Lüttkemöller abschließend fest.

Der komplette Bericht ist unter www.wallenhorst.de im Ratsinformationssystem der Gemeinde veröffentlicht.

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