Auszeichnung des Umweltministeriums Wallenhorst ist jetzt ein Klimaschutz-Leuchtturm

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Ausgezeichnet: Landkreistags-Präsident Bernhard Reuter, Bürgermeister Otto Steinkamp, Klimaschutzmanager Stefan Sprenger und Umweltminister Olaf Lies (von links) bei der Preisverleihung in Hannover. Foto: Ulrich PucknatAusgezeichnet: Landkreistags-Präsident Bernhard Reuter, Bürgermeister Otto Steinkamp, Klimaschutzmanager Stefan Sprenger und Umweltminister Olaf Lies (von links) bei der Preisverleihung in Hannover. Foto: Ulrich Pucknat

Wallenhorst. Die Gemeinde Wallenhorst ist beim niedersächsischen Klimaschutzwettbewerb „Klima kommunal 2018“ als Leuchtturmprojekt mit 4000 Euro ausgezeichnet worden.

Der Preis wird alle zwei Jahre vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz sowie den niedersächsischen kommunalen Spitzenverbänden ausgelobt. Umweltminister Olaf Lies und der Präsident des Niedersächsischen Landkreistages Bernhard Reuter überreichten im Alten Rathaus in Hannover an Bürgermeister Otto Steinkamp und Klimaschutzmanager Stefan Sprenger.

Erfolg und Akzeptanz

Die Gemeinde Wallenhorst hatte sich auf diesen Wettbewerb mit der 2016 durchgeführten Bürgerumfrage zur Radverkehrssituation, der daran anschließenden Untersuchung der Radverkehrsführung in allen zwölf Kreisverkehren im Gemeindegebiet sowie der verkehrspolitischen Radtour beworben. Insgesamt wurden 46 Beiträge eingereicht, wovon 14 ausgezeichnet wurden. „Wir freuen uns sehr über diesen Preis, stellt er doch eine besondere Auszeichnung unserer Bemühungen zur Förderung des Radverkehrs dar“, sagt Sprenger. „Erfolg und Akzeptanz hängen dabei maßgeblich von den Radfahrerinnen und Radfahrern selbst ab – ist hier eine Mitbestimmung möglich, so fällt die Wahl aufs Fahrrad als Verkehrsmittel leichter“, ist sich der Klimaschutzmanager sicher.

Dies sieht auch die Jury so. In ihrer Begründung heißt es: „Probleme offensiv ansprechen, aus dem Know-how und Erfahrungen der Bevölkerung Lehren ziehen und positive Nebenwirkungen auslösen – das sind die besten Voraussetzungen, um die Bevölkerung zum Umstieg aufs klimafreundliche Fahrrad zu motivieren. Die Gemeinde Wallenhorst zeigt mit der Bürgerbefragung zur Radverkehrsinfrastruktur und der verkehrspolitischen Radtour vorbildlich, wie die Verkehrswende partizipativ gestaltet werden kann. Mit dem Projekt ist es dem Wallenhorster Klimaschutzmanagement gelungen, das Thema Radverkehr auf die Gemeinde-Agenda zu setzen. Für die innovative Projektumsetzung wird die Gemeinde Wallenhorst mit dem Klimaschutz-Leuchtturm, dotiert mit 4000 Euro, ausgezeichnet.“

Auf dem richtigen Weg

„Viele der ausgezeichneten Projekte der anderen Kommunen sind in der Gemeinde Wallenhorst bereits umgesetzt bzw. befinden sich in der Planungsphase“, gibt Sprenger einen Überblick über die Preisträger. So erhielt Region Hümmling für ihr Klimaschutzprojekt an den Schulen einen Preis, die Stadt Springe für ihr Projekt „Zu Fuß zur Schule“ und der Landkreis Cloppenburg für ihr Förderprogramm zur Schaffung einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur. „Das zeigt, dass die Gemeinde Wallenhorst beim Klimaschutz auf dem richtigen Weg ist und wir auch zukünftig bei diesem Thema aktiv bleiben“, ergänzt Steinkamp.

Die niedersächsischen kommunalen Spitzenverbände und das niedersächsische Umweltministerium haben den Wettbewerb „Klima kommunal“ bereits zum fünften Mal ausgelobt. Seit 2014 ist die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen für die Organisation und Durchführung des Wettbewerbs verantwortlich. Ziel ist es, die vielen kreativen und innovativen lokalen Klimaschutzaktivitäten im Land einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und das kommunale Engagement zu würdigen. Das Umweltministerium hat insgesamt 100.000 Euro Preisgeld zur Verfügung gestellt. Über die Vergabe der Auszeichnungen entschied eine achtköpfige Fachjury.


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