Haushaltsprognose im Finanzausschuss Gute Wirtschaftslage: Wallenhorst rechnet mit Plus von 2,2 Millionen Euro

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Die gute wirtschaftliche Lage erhöht den finanziellen Spielraum der Gemeinde Wallenhorst. Foto: Sandra DornDie gute wirtschaftliche Lage erhöht den finanziellen Spielraum der Gemeinde Wallenhorst. Foto: Sandra Dorn

Wallenhorst. Von der guten gesamtwirtschaftlichen Lage profitiert auch die Gemeinde Wallenhorst: Nach jetzigem Stand wird der Ergebnishaushalt am Ende des Jahres ein Plus von 2,2 Millionen Euro aufweisen, mehr als 1,7 Millionen Euro als ursprünglich angenommen.

„Das ist das beste Ergebnis seit der Einführung der doppischen Haushaltführung in 2008“, stellte Kämmerer Florian Lüttkemüller während seines Berichts zur Finanzsituation der Gemeinde im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen fest. Der Aufstellung liegt eine Prognose von Ende August zugrunde, wie es um den Gesamthaushalt der Gemeinde am Ende des Jahres bestellt sein wird. Danach kann statt des ursprünglich anvisierten Überschusses von 488.700 Euro jetzt mit einem Plus von rund 2,2 Millionen gerechnet werden. 

Mehr Einnahmen bei der Gewerbesteuer

Ein Hauptgrund dafür sei die gute wirtschaftliche Lage, die die Einnahmen aus Gewerbe- und Einkommenssteuer sprudeln ließe. So liege die Gewerbesteuer, so Lüttkemüller weiter, mit rund einer Million Euro bereits zum jetzigen Zeitpunkt über dem prognostizierten Ansatz von 7,4 Millionen Euro. Auch bei der Einkommenssteuer entwickelten sich die Einnahmen mit 5,7 Millionen Euro wie erwartet, ein besseres Gesamtergebnis zum Ende des Jahres hält der Finanzchef für möglich. Bislang geht die Gemeinde von einem Zufluss von rund 10,6 Millionen Euro aus. Positiv stimmt den Kämmerer auch der Blick auf die Investitionen. So war bis August der prognostizierte Ansatz von rund 11 Millionen Euro noch nicht aufgebraucht. Erst 3,3 Millionen Euro sind für Ausgaben etwa im Straßenbau, Fahrzeugpark oder im Gebäudebestand verwendet worden. Demzufolge liegt auch die Kreditaufnahme für Investitionen aktuell noch bei der schwarzen Null.

Viele Investitionen geplant

Das Fazit von Bürgermeister Otto Steinkamp zum aktuellen Kassensturz fiel vergleichsweise besonnen aus: „Wir sind gut aufgestellt, dürfen uns jedoch nicht zurücklehnen.“ Es könne immer noch ein Ereignis eintreten, dass die Gemeinde zur Zahlung eines hohen Betrages veranlasse. Zusätzliche Aufwendungen zu vermeiden und Kredite nicht in Anspruch zu nehmen, müsse demzufolge das Ziel sein. Außerdem habe die Gemeinde im kommenden Jahr noch erhebliche Investitionen vor der Brust: So erinnerte Steinkamp an die Errichtung eines Krippenhauses in Wallenhorst und die Erweiterung der Kläranlage in Hollage, die bereits mit jeweils 1,3 Millionen Euro und 770000 Euro im Haushalt 2019 eingestellt sind. Unlängst beschlossen wurde außerdem der Neubau eines Feuerwehrhauses, der inklusive Grundstückserwerb geschätzt mit 1,8 Millionen zu Buche schlagen wird.

Vorgestellt wurde ebenfalls der Jahresabschluss der Wasserversorgung Wallenhorst GmbH. Vom Gewinn in Höhe von 114.912,21 Euro sollen 110.000 Euro an die Gesellschafter ausgeschüttet werden. Die Gemeinde Wallenhorst erhält hiervon knapp 99.000 Euro, die Stadtwerke Osnabrück 11.000 Euro.


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