Projektwerkstatt geplant Bürger sollen Wallenhorster Mehrgenerationenpark mitgestalten

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Ein Treffpunkt der Generationen soll hinter der Hofstelle Duling in Wallenhorst entstehen – unter Beteiligung der Bürger. Foto: Constantin BinderEin Treffpunkt der Generationen soll hinter der Hofstelle Duling in Wallenhorst entstehen – unter Beteiligung der Bürger. Foto: Constantin Binder

Wallenhorst. In einer sogenannten Projektwerkstatt sollen die Wallenhorster Bürger an der Gestaltung des ersten Mehrgenerationenparks der Gemeinde beteiligt werden. Der Prozess soll in mehreren Schritten erfolgen und von einem Fachbüro begleitet werden.

Im März hatte der Wallenhorster Gemeinderat die Errichtung eines Mehrgenerationenparks an der Hofstelle Duling beschlossen, nun stellte die Verwaltung im Bauausschuss das weitere Vorgehen vor. Um eine "größtmögliche Akzeptanz in der Bevölkerung" zu erreichen, ist demnach eine umfangreiche Bürgerbeteiligung vorgesehen, heißt es in der Beschlussvorlage. Vorbereitet und begleitet werden soll sie von einem darauf spezialisierten Fachbüro.

Modelle basteln in der Planungswerkstatt

Konkret geplant sind ein bis zwei sogenannte Planungswerkstätten, die Freitagnachmittags oder Samstags für drei bis vier Stunden direkt auf der Fläche an der Hofstelle Duling stattfinden könnten. Zu diesen Arbeitstreffen sollen alle Generationen eingeladen werden; auch der Seniorenbeirat, das Forum für Menschen mit Behinderungen, das Jugendzentrum JAB2 und das gegenüberliegende "Haus Wallenhorst" der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO) sollen eingebunden werden. Zu Beginn der Projektwerkstatt wird den Teilnehmern das Konzept vorgestellt, nach einer Begehung der Fläche sollen dann erste Ideen gesammelt werden. In Kleingruppen können schließlich Modelle gebaut werden, die den anderen Gruppen am Ende vorgestellt werden. 

Rückkopplung an die Bürger

In einem weiteren Termin, der sogenannten Rückkopplung, wird den Teilnehmern der Projektwerkstätten dann eine vorläufige Ideenskizze präsentiert. So soll sichergestellt werden, dass alle Ideen und Wünsche richtig erfasst und verstanden wurden - oder ob noch nachgebessert werden muss. Erst dann erhält das Planungsbüro den Auftrag, auf Grundlage der Ideenskizze den eigentlichen Planungsentwurf zu erstellen, der schließlich von der Politik beschlossen werden muss.

Ausgehend von vergleichbaren Projekten in anderen Kommunen schätzt die Verwaltung allein die Kosten dieser Bürgerbeteiligung auf etwa 25.000 Euro. Diese seien allerdings zu 75 Prozent förderfähig, sodass die Gemeinde 6250 Euro aus Eigenmitteln bestreiten müsste. Durchgeführt werden soll der Beteiligungsprozess bis zur Sommerpause im kommenden Jahr, damit rechtzeitig bis zum Stichtag 15. September 2019 Fördergelder für den Bau des Mehrgenerationenparks beantragt werden können, der nach Schätzungen der Gemeinde etwa 250.000 Euro kosten dürfte.

Parkplatzsituation prüfen

Im Bauausschuss fanden die Überlegungen zum Mehrgenerationenpark fraktionsübergreifend Unterstützung. Auf Antrag Manfred Gretzmanns (CDW) ergänzte die Verwaltung ihre Vorlage noch um den Auftrag, bereits jetzt eine Erweiterung des Parkplatzes an der Hofstelle Duling zu prüfen. 

Für Diskussionen sorgte hingegen abermals die Schließung von fünf Wallenhorster Spielplätzen, die die Verwaltung in der gleichen Beschlussvorlage behandelte, weil sowohl Mehrgenerationenpark als auch Spielplatzrückbau zum groß angelegten Spielplatzkonzept der Gemeinde gehören. Hier erneuerte die CDU-Fraktion ihre grundsätzliche Kritik am Verkauf der Spielplatzgrundstücke: Zwar sei vertretbar, wenig genutzte Spielplätze vorübergehend stillzulegen, die Grundstücke müssten aber im Besitz der Gemeinde verbleiben, damit dort wieder Spielplätze errichtet werden könnten, wenn die Nachfrage eines Tages steigen sollte, argumentierte Dennis Schratz. 

Kritik am Verkauf von Spielplatzgrundstücken

Auf seinen Antrag stimmte das Gremium schließlich getrennt über beide Punkte ab: Für die Projektwerkstätten zum Mehrgenerationenpark stimmte der Bauausschuss einstimmig, dann votierten die beiden CDU-Vertreter gegen die erforderliche Änderung der Bebauungspläne auf den fünf Spielplatzgrundstücken. Da der der Rat den Verkauf der Grundstücke im März aber bereits mit knapper Mehrheit beschlossen hatte, dürfte dieses Veto eher Symbolcharakter gehabt haben.

Hinweis: In einer früheren Version hieß es versehentlich, Ludger Meyer (WWG) habe den Antrag zu den Parkplätzen gestellt. Tatsächlich war es Manfred Gretzmann (CDW) - wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.


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