Hornhues Stiftung feiert 10-jähriges Bestehen Mehr Aufmerksamkeit für Afrika gefordert

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Zweitklässler der Grundschule Atter engagieren sich in der "Magi e.V."-AG für benachteiligte Mädchen und Frauen in Malawi. Dafür hat die Stiftung sie bereits zweimal mit dem Afrikapreis ausgezeichnet.                                                                                                                                                                                                  Foto: Christina HalbachZweitklässler der Grundschule Atter engagieren sich in der "Magi e.V."-AG für benachteiligte Mädchen und Frauen in Malawi. Dafür hat die Stiftung sie bereits zweimal mit dem Afrikapreis ausgezeichnet. Foto: Christina Halbach

Wallenhorst. Eine Stiftung feiert Geburtstag und Spender, Geförderte, Freunde und Nachbarn feiern mit: Mit einem Gartenfest beging die „Ellen und Karl-Heinz Hornhues Stiftung pro Afrika“ ihr 10-jähriges Bestehen.

Afrikanische Landesflaggen flattern im Wind, landestypisches Fingerfood wird gereicht und Sängerin Joy sorgt mit souliger Stimme für musikalische Untermalung. Festlich und heiter ist die Stimmung unter den rund 200 Gästen, die aus Wallenhorst, Osnabrück oder Freiburg zur Feier des 10-jährigen Bestehens gekommen sind. Seit 2008 unterstützt die Stiftung Projekte und Einzelpersonen zumeist in Namibia. Stiftungserträge und Spenden von insgesamt rund 110000 Euro sind bereits in Farmschulen sowie in Stipendien für Schüler und Studenten geflossen. Die Namibierin Magdalena Wakolele, die am Eingang charmant die Gäste in Empfang nahm, gehörte vor elf Jahren zum Förderkreis. Mit Unterstützung der Stiftung hat sie in an der Universität von Namibia in Windhoek Deutsch und Wirtschaft studiert. Eine Förderung, die sie seinerzeit als große Entlastung empfunden habe: „Ich musste mir keine Gedanken machen, wie ich mein Studium bezahle.“ Doch die Unterstützung sei nicht rein finanzieller Natur gewesen: „Ellen und Karl-Heinz haben sich die Zeit genommen und uns besucht. Die Beziehung hat letztlich viel länger gedauert als die Förderung“, stellte Wakolele fest, die aktuell Volkswirtschaft an der Universität Freiburg studiert.

Stifter Karl-Heinz Hornhues selbst will um sein Engagement gar nicht so viel Wind machen: „Wir versuchen ein kleines bisschen Leuten zu helfen, die es verdient und viel schwerere Chancen haben als unsere Kinder“, erklärte der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete in seiner Begrüßung und dankte den zahlreichen Spendern unter den Gästen.

Dass es nicht immer Millionenbeträge sind, die zählen, zeigte auch eine Abordnung der Grundschule Atter. Unter der Leitung von Lehrerin Anja Hirschmann sammelt die Arbeitsgemeinschaft „Magi e.V.“ mit Basaren und Sponsorenläufen regelmäßig für benachteiligte Mädchen und Frauen in Malawi: „Dadurch lernen die Kinder, dass man auch als kleine Menschen für andere etwas tun kann“, sagte Hirschmann, die für ihr Engagement zweimal mit dem Afrikapreis der Stiftung ausgezeichnet wurde. In einem Vorspiel sangen sechs Zweitklässler von der kleinen Hilfe, die den großen Unterschied machen könne. Hans-Gert-Pöttering, CDU-Politiker und ehemaliger Präsident des Europäischen Parlamentes, konnte das nur bestätigen. An Hornhues gerichtet, erklärte er mit Hinweis auf dessen Engagement bereits in seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter: „Du hast damals schon das Richtige getan, dass du dich um Afrika gekümmert hast. Ich wünsche mir, dass wir Afrika noch mehr Aufmerksamkeit schenken können als wir es bisher getan haben.“

Über die Weiterführung der Stiftung muss sich das Ehepaar Hornhues keine Gedanken machen. Ihre Söhne Hans-Martin und Detlev haben das caritative Projekt stets auch als ihr eigenes betrachtet: „Die Verbindung zu Namibia ist eine extrem große“, erklärte Detlev Hornhues, der diverse Male seine Eltern auf ihren Reisen in das afrikanische Land begleitet hat. Für ihn die Kernidee der Stiftung: „Wir wollen den Menschen aufzeigen, nicht nur zu nehmen, sondern sich und Namibia aus sich selbst zu entwickeln.“


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