Wallenhorster-Kreisellauf Ein Jedermannlauf, der nur Gewinner kennt

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Kinder gaben beim Wallenhorster Kreisel-Lauf in der ersten Runde die Schrittgeschwindigkeit vor. Foto: Stefan BuchholzKinder gaben beim Wallenhorster Kreisel-Lauf in der ersten Runde die Schrittgeschwindigkeit vor. Foto: Stefan Buchholz

Wallenhorst. Schwitzen für den guten Zweck: Gut 130 kleine und großer Läufer beteiligten sich bei 8. Wallenhorster Kreisel-Lauf. Trotz optimaler Temperaturen machten sich weniger Läufer auf den Weg als im Vorjahr.

Vom Sportplatz des TSV Wallenhorst ging es wieder rund: Zunächst gaben die Mini-Läufer das Tempo vor. Gemeinsam mit Jugendlichen und Erwachsenen drehten sie zunächst gemeinsam einmal durch das Sportplatz-Oval.

Danach scherten die die größeren Läufer aus und begaben sich auf einen 2,5 Kilometer langen Rundkurs, der – je nach Kondition – im Bestfall viermal zu absolvieren war. Von Kreisel zu Kreisel führte die mittlerweile etablierte Strecke über die Mirower Straße und Große Straße bis zum Kreisverkehr an der Tankstelle. Von dort ging es weiter über den Boerskamp und die Maria-Montessori-Straße Richtung Pyer Kirchweg. Durch den Kreisel Niedersachsenstraße/Zum Sportplatz war der TSV-Sportplatz wieder in Sicht und fast erreicht.

Kinder motivieren Eltern

Die vier Runden teilte sich Familie Klein auf: Während Mutter Katja mit zwei Töchtern die ersten fünf Kilometer abspulte, übernahm ihr Mann mit der dritten Tochter dann den drittem und vierten Durchlauf. Nicht die Eltern hatten die Kinder motiviert, sondern umgekehrt: „Sie wollten unbedingt mitmachen und deswegen sind wir heute alle auch schon zum dritten Mal dabei“, so Katja Klein.

Jedes Jahr gibt auch die Firmenmannschaft von Naturstrom ihr Bestes. Gelaufen wird ohne Druck, denn jeder läuft die Etappe, die er kann. Mechthild Kussin etwa lief eine Runde („kann man gut schaffen“), ihre Kollegin Lena Schulhof zweimal 2,5 Kilometer hin. „Fünf Minuten 48 Sekunden pro Kilometer und gut 30 Minuten für fünf Kilometer“, lauteten die Werte, die sie von ihrem Handy ablas, das ihren Lauf mitprotokolliert hatte.

Persönliche Bestzeiten bleiben beim Wallenhorster Kreisel-Lauf immer ganz persönliche Bestzeiten: sie werden am Ende nicht honoriert. „Vielmehr geht es um das Dabeisein und Spaß an der Freude“, wie Hans-Jürgen Klumpe als Vorsitzender des Marketingvereins „Wir für Wallenhorst“ betonte.

Gleichwohl gibt es Gewinner des Kreisel-Laufes. Denn wie immer geht der Erlös aus dem Startgeld zum einen an benachteiligte Kinder: Mit der Hälfte der Euros unterstützt man das Projekt von John McGurk und seine „Sportler 4 a childrens world“. Die andere Hälfte teilen sich die mitlaufenden Menschen aus Schulen, Kindergärten und Vereinen.

Zudem gibt es dank Sponsoren auch Preise zu ergattern. Je nach Losglück konnten die Läufer etwa eine Bootstour auf der Hase, Karten für den Kletterwald, Bäder in der Region und Rucksäcke gewinnen.

Trennung von Bürgerfest

Erklärungen für die diesmal zahlenmäßig weniger starke Resonanz (Vorjahr: rund 200 Läufer) hatten die Organisatoren vom Marketingverein und Sportler 4 a childrens world nicht. Mutgemaßt wurden als Gründe andere Läufe in der Region am Wochenende oder die Abkoppelung des Kreisel-Laufes vom Bürgerfest. Diese Trennung hatte man in diesem Jahr bewusst vorgenommen, um dem Jedermann-Lauf mehr Eigengewicht zu verleihen.


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