Purplan-Chef plant Büros und Halle Businesspark soll Technologiefirmen nach Wallenhorst locken

Meine Nachrichten

Um das Thema Wallenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Vorplanung ist abgeschlossen: Andreas Sandmann (Firma Purplan, links) und Prof. Torsten Arnsfeld (Hochschule Osnabrück) vor dem Grundstück in Hollage, auf dem der  "Businesspark Wallenhorst" entstehen soll.  Foto: Jörn MartensDie Vorplanung ist abgeschlossen: Andreas Sandmann (Firma Purplan, links) und Prof. Torsten Arnsfeld (Hochschule Osnabrück) vor dem Grundstück in Hollage, auf dem der "Businesspark Wallenhorst" entstehen soll. Foto: Jörn Martens

Wallenhorst. Zwei lichte Bürotrakte mit grünem Innenhof, eine Cafeteria mit leichter, gesunder Küche, eine Werkhalle, dazu ein Fitnessstudio: Der "Businesspark Wallenhorst" soll ein attraktiver Treffpunkt für junge und kreative Technologiefirmen werden. Jetzt hoffen Andreas Sandmann, Chef des Hollager Anlagenbauers Purplan, und sein Mitstreiter Torsten Arnsfeld auf potenzielle Mieter.

Leben, Arbeiten, Essen, Sport – all das wollen Sandmann und Arnsfeld im Businesspark vereinen. Die öffentliche Cafeteria soll auch Mitarbeitern der angrenzenden Unternehmen offen stehen; bei einem Kaffee und einem gesunden Snack – gerne auch vegetarisch oder vegan – sollen die Menschen ins Gespräch kommen, sich austauschen, gemeinsame Ideen entwickeln. Sandmann und Arnsfeld schwärmen von einem "besonderen Spirit", einem besonderen Geist, der im Businesspark herrschen könnte, beschreiben das Projekt als "Leuchtturm" und "Startflamme für etwas ganz Besonderes".

Vorplanung komplett abgeschlossen

Das klingt fast zu schön, um zu wahr zu sein – doch der Businesspark ist alles andere als eine fixe Idee. "Die Vorplanung ist komplett abgeschlossen", sagt Sandmann, jetzt stehe die konkrete Suche nach Mietern an. Rund zwei Jahre hätten Arnsfeld und er an den Plänen gearbeitet, sagt der Purplan-Chef und projiziert erste Skizzen an die Wand. 

Sie zeigen zwei langgezogene, zweigeschossige Bürotrakte, die leicht verwinkelt nebeneinander liegen und einen begrünten Innenhof umschließen. An das hintere Gebäude schließen sich ein Parkplatz und eine acht Meter hohe Werkhalle an, die hier "Development Area" heißt, Entwicklungsgebiet. "Die Kombination aus Büros und Halle ist sehr selten, aber sehr wichtig", erläutert Sandmann das Konzept. Technologiefirmen bräuchten immer "ein bisschen Platz zum Bauen", das soll hier möglich sein. Die Halle solle nicht von Logistikunternehmen oder Betrieben als Lager genutzt werden, sondern für Werkstätten, in denen neue Produkte erfunden und entwickelt würden, als "Technikum".


Zwei Bürotrakte und eine Werkhalle: So soll der "Businesspark Wallenhorst" in Hollage aussehen. Grafik: Kornhage + Schubert Architektur und Ingenieur GmbH


Enstehen soll das Ganze an der Penter Straße in Hollage, direkt neben dem Firmensitz von Purplan. Zwei Grundstücke, darunter einen ehemaligen Grünabfallsammelplatz, hat Sandmann bereits erworben, auch die formalen Voraussetzungen sind erfüllt. Der Flächennutzungsplan musste nicht geändert werden, der Bebauungsplan steht – es fehlt nur noch der Bauantrag. "Aber da denken wir letztlich kaufmännisch", sagt Arnsfeld, der als Professor für Finanzmanagement an der Hochschule Osnabrück arbeitet und nebenbei im Beirat der Firma Purplan tätig ist. "Wenn wir nicht genügend Mieter zusammenbekommen, bauen wir auch nicht."

Investitionsvolumen von zehn Millionen Euro

Schließlich müsse sich der Businesspark auch rechnen; das Vorhaben habe ein Investitionsvolumen von zehn Millionen Euro, erläutert Sandmann. Ideal seien 15 bis 20 Mieter, sagt er, darunter am besten zwei größere Ankermieter und mehrere kleine Firmen, gerne auch Start-ups. Rund 2100 Quadratmeter Bürofläche bietet der Businesspark insgesamt, hinzu kommen 1700 Quadratmeter in der "Development Area". Interessenten können zwischen 32 und 730 Quadratmetern Bürofläche alles wählen; für kleine Firmen, die keinen eigenen Besprechungsraum benötigten, sollen zudem Gemeinschaftsräume zur Verfügung stehen, die wiederum auch für Schulungen, Tagungen oder Firmenfeiern gebucht werden können. "Sobald wir wissen, was die Mieter brauchen, gehen wir in die Detailplanung", sagt Sandmann. Wenn alles glatt läuft, könnten die Bauarbeiten im Frühjahr 2019 beginnen, dann ginge der Businesspark im Frühjahr 2020 in Betrieb.


Platz für Außengastronomie: Zwischen den beiden Bürogebäuden soll ein begrünter Innenhof entstehen. Grafik: Kornhage + Schubert Architektur und Ingenieur GmbH


Bei der Mietersuche wollen Sandmann und Arnsfeld den Fokus auf "technologieorientierte Unternehmen aus dem Bereich der Chemie-, Pharmazie- und Lebensmitteltechnik" legen, aber auch Dienstleister wie Personalentwickler oder Anwaltskanzleien seien willkommen. Vor allem hoffen die beiden auf junge, einfallsreiche Hochschulabsolventen, die etwas entwickeln wollen: "Das sind kreative Köpfe, die darf man nicht verlieren", sagt Arnsfeld. Und Sandmann erhofft sich positive Effekte auf sein eigenes Unternehmen: "Wir sind zwar nicht gerade überaltert, aber auch uns tun frische, neue Ideen gut", sagt er.

Große Zustimmung aus Politik und Verwaltung

In Politik und Verwaltung sei das Vorhaben bereits auf große Zustimmung gestoßen, sagt Sandmann. Ob Bürgermeister Otto Steinkamp, Landrat Michael Lübbersmann oder Siegfried Averhage , Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land (Wigos) – sie alle hätten ihre Unterstützung zugesagt. Es fehlen also nur noch die Mieter – doch auch hier liefen bereits einige "vielversprechende" Gespräche, sagt Sandmann.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN