Sommerfest der Bürgerstiftung Tausende Besucher auf der Grünen Wiese in Wallenhorst

Von Christina Halbach

Elana wagte sich im "Piraten-Action-Parcours" über Spinnennetze, Hängeschlaufen und schwankende Seile   Foto: Christina HalbachElana wagte sich im "Piraten-Action-Parcours" über Spinnennetze, Hängeschlaufen und schwankende Seile Foto: Christina Halbach

Wallenhorst. Zum 17. Mal hatte die Bürgerstiftung auf der Grünen Wiese im Wallenhorster Zentrum zum Kinder- und Familienfest geladen. Unter dem Motto „Kleine Piraten erobern Wallenhorst“ luden zahlreiche Attraktionen und Mitmachaktionen zum Toben, Spielen und Staunen ein.

Großen Andrang erlebte einer der Hauptattraktionen, ein „Piraten-Action-Parcours“, der in diesem Jahr das erste Mal auf dem Kinderfest Station machte. Vor dem Kinderhochseilgarten, in dem kleine und größere Kletterfreunde auf zweieinhalb bis drei Meter Höhe einen Strecke von 45 Metern überwinden mussten, standen Eltern mit ihrem Nachwuchs Schlange. Auch die sechsjährige Elana hatte sich gesichert mit Gurt und Karabinerhaken auf den Weg durch Spinnennetze, Hängeschlaufen und schwankende Seile gemacht, während ihre Eltern das Geschehen mit dem Handy festhielten. Das Kinder- und Familienfest sei für die Bramscher Familie alljährlich ein fester Termin im Kalender: „Wir sind eigentlich jedes Mal hier, um mit der Familie einen tollen Tag zu verbringen“, erzählte Mutter Svetlana Elsbergas. Tochter Elana, die mittlerweile wieder festen Boden unter den Füßen hatte, freut sich über das gelungene Kletterexperiment in luftiger Höhe: „Das war das erste Mal“, verriet sie und Angst habe sie überhaupt nicht gehabt. Was ihr am besten gefallen hat? „ Das Gitternetz am Anfang“, sagte sie.


Viele Attraktionen warten auf die Besucher des 17. Kinder - und Familienfestes der Wallenhorster Bürgerstiftung. Foto: Christina Halbach


Piratenschiff und Viererrutsche

Begeistert von dem außergewöhnlichen Kletterangebot zeigte sich auch Annegret Rethmann, Vorsitzende der Wallenhorster Bürgerstiftung. Wie die anderen Attraktionen vom Piratenschiff über Vierer- und Sternrutsche bis hin zum Piratenabenteuerland stammt auch der Hochseil-Parcours aus dem Fundus von Jens Mehring, dessen Firma "eventattraktion.de" zum wiederholten Mal die Bürgerstiftung unterstützt. „Der Hochseilgarten wird von kleinen und größeren Kindern angenommen“, sagt Rethmann. Die Organisation des großen Festes, das alljährlich bis zu 8.000 Besucher nach Wallenhorst zieht, ist für sie eine Premiere. 

Vielzahl an freiwilligen Helfern im Einsatz

Im Februar hat sie die Leitung der Bürgerstiftung von Jochen Bruhn übernommen und vergangene Bürgerfeste bislang vor allem in der Cafeteria unterstützt. „Es ist schon ein Unterschied. Man muss schauen, ob alles läuft, sind alle eingeteilt. Man hat die Verantwortung“, sagte Rethmann fest. „Aber es macht auch Spaß. Ich bin gerne in Action“, sagt sie. Nicht möglich sei jedoch, betont die Vorsitzende, ein solches Fest ohne ein großes Netz von Helfern zu organisieren. Hier nannte Rethmann vor allem die Schüler der Haupt-und Realschule, die die Bürgerstiftung quasi als Dankeschön für die Unterstützung von zahlreichen schulischen Projekten bei der Durchführung hilfreich zur Seite stehen. Ein Schülerquartett der Wallenhorster Realschule etwa verkaufte zum Start um 12 Uhr die Bändchen, die den jungen Besuchern zum Preis von drei Euro die Nutzung der Attraktionen und Hüpfburgen ermöglichte, während ihre Eltern sich bei Kaffee und Kuchen entspannen konnten. Eine Aufgabe, die offensichtlich Freude macht: „Es läuft super und macht auch richtig Spaß“, sagte die 15-jährige Sarah Oventrop.


Sven Stickan und Oliver Flake versuchen ihr Glück am Loseimer von Hans Jürgen Schaefer. Foto: Christina Halbach


Lose kamen gut an

Andere hilfreiche Geister waren derweil für den Verkauf der Lose zuständig. Hans Jürgen Schaefer lief unermüdlich mit dem Eimer über die Grüne Wiese und war mit dem bisherigen Umsatz sehr zufrieden: „Die Leute sind sehr großzügig“, sagt er. Viele die nur zwei Lose für einen Euro kaufen wollten, hätten mal eben auf fünf Euro aufgerundet. Ein weiteres Argument: die Gewinnquote. Auf 2000 Lose entfielen 1000 Gewinne. Wer nicht die Hauptgewinne wie ein Wochenende mit einem Elektroauto, Fahrräder, ein Probeabo in einem Wallenhorster Fitness-Studio oder einen Kinder-Holzroller zieht, konnte sich über eine Action-Kamera oder Kaffeemaschinen freuen. Für Schaefer ein weiterer wichtiger Punkt: „Das Wetter spielt mit.“ 

Prämierung der besten Kostüme

Schaefers Vorstandskollegin Susanne Schlüter war bereits seit dem Start mit einer weiteren wichtigen Aufgabe beschäftigt: Die Prämierung der am besten kostümierten Piraten. Entsprechend dem diesjährigen Motto hatte die Bürgerstiftung die Kinder eingeladen, im Piratenkostüm zu erscheinen. Das ließen sich einige kleine Gäste nicht zweimal sagen: Schon nach kurzer Zeit hatten sich 15 kleine Piraten vor Schlüters prüfenden Blick begeben: „Ich schaue mir die Ausstattung von Kopf bis Fuß, die Tattoos und das Zubehör an und stelle einige Fragen rund um das Piratenleben“, erklärte Schlüter und war begeistert von dem Aufwand, den einige Eltern und Kinder um einen perfekten Piratenauftritt betrieben hätten: „Es waren tolle Kostüme dabei und und es haben sich alle viel Mühe gegeben.“ So große Mühe, dass sich die Organisationsteam kurzerhand entschlossen haben, gleich drei Gewinner für das beste Kostüm auszuzeichnen: Freuen können sich die Preisträger über jeweils zwei Karten für das aktuelle Kindermusical „Peter Pan“ auf der Freilichtbühne Tecklenburg.


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