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14 Monate auf Weltreise Dia-Vortrag in Hollage mit Blick durch das Weltkaleidoskop

Von Horst Troiza | 22.09.2017, 17:36 Uhr

In 421 Tagen hat die Osnabrückerin Heike Hölschen vier Kontinente besucht und ihre persönliche Weltreise auf unzähligen Fotos festgehalten. Eine Auswahl davon zeigte sie jetzt im Hollager Hof während eines Dia-Vortrags.

Mit dem Auszeitjahr hatte sich Heike Hölschen 2013/2014 einen Wunsch erfüllt und allein die Reise um die Welt angetreten. Auf ihrem Weg besuchte sie Asien, Australien und die dortige Inselwelt sowie den südlichen Teil des amerikanischen Kontinents, einzig in Afrika hatte es keinen Stopp gegeben. „Heikeunddiewelt“, so der selbst gewählte Name ihres mehr als einjährigen Abenteuers, begann für sie in Griechenland und endete nach fast 14 Monaten in Südamerika.

Auch Unterwasserwelt kennengelernt

Wie es nicht anders ausbleiben kann, hat sie unterwegs eine Fülle von Erlebnissen gehabt. Von den unendlichen Weiten in der Mongolei hat sie der Weg in Megacitys wie Peking und Singapur geführt, sie hat das Great Barrier Reef vor Australiens Küste ebenso besucht wie Brasilien, wo zu jener Zeit die Fußball-WM das Leben des ganzen Landes  bestimmte. Gereist ist sie mit dem Flugzeug, der Eisenbahn, mit Mietwagen, Moped, Quad, Fahrrad, und wenn es nicht anders ging, hat sie Sauerstoffflaschen umgeschnallt und so die Unterwasserwelt ihrer Gastländer kennengelernt.

Blick durch das Weltkaleidoskop

Heike Hölschens Dia-Vortrag im Hollager Hof war deshalb auch ein knapp dreistündiger Blick durch das Weltkaleidoskop. Orte, die aus Hochglanzprospekten der Reiseindustrie stammen könnten, wechselten sich ab mit welchen von abgelegenen Stellen, an die nur selten ein Europäer den Fuß setzt – alles hervorragend auf Fotos festgehalten. Ihren Zuhörern gestand Hölschen, vor Reiseantritt kaum Interesse an Fotografie gehabt zu haben, „doch unterwegs habe ich mich autodidaktisch gebildet und habe es, wie man sehen kann, doch recht gut gemacht“.

Positives Lebensgefühl

Eine Frau ganz allein auf einer solch langen Reise, hat sie denn nie Angst gehabt? „Nein, nein, Angst hatte ich nicht. Ich bin ein Mensch, der ein gutes Bauchgefühl hat, ihm vertraut. Außerdem habe ich immer ein positives Lebensgefühl, das hilft“, erklärte sie. Zweimal habe es unterwegs brenzlige Situationen gegeben, beides ihn China, wo man sie das eine Mal bei der Bezahlung einer Taxifahrt und das andere Mal nach der Bestellung einer Tasse Tee versucht hatte, sie zu übertölpeln. Doch die zierliche Frau, im Hauptberuf Lehrerin für Sport und Englisch am Gymnasium Oesede, hatte sich erfolgreich zu wehren gewusst.

Hilfsbereit und gastfreundlich

Das waren aber auch schon die einzigen wirklich negativen Erfahrungen während der Monate. Ansonsten habe ihr die Reise nur positive Eindrücke von den Menschen beschert, denen sie unterwegs begegnet ist. „Besonders in Asien war die Freundlichkeit überwältigend. Die Menschen dort, egal unter welchen Umständen sie auch leben, sind hilfsbereit und gastfreundlich, wie man es hier bei uns einfach nicht gewohnt ist“.Und am Ende hat sie noch ein besonderes Erlebnis zu erzählen. Bei einem Stopp in Japan hatte sie eine junge Einheimische gebeten, sie vor einem Bad mit heißen Quellen zu fotografieren. Monate später, in einem australischen Hostel, trafen die beiden dann zufällig in einem Zimmer wieder zusammen. „Da habe ich gedacht, wie klein die Welt doch ist“.