Bäckerei wird noch gesucht „Wallenhorst 21“ soll im Sommer 2019 fertig sein

Von Hendrik Steinkuhl

Baustelle von oben: Mit Hilfe einer Drohne hat Projektplaner Alexander Maschmeyer den aktuellen Stand von „Wallenhorst 21“ abgelichtet. Foto: Alexander Maschmeyer.Baustelle von oben: Mit Hilfe einer Drohne hat Projektplaner Alexander Maschmeyer den aktuellen Stand von „Wallenhorst 21“ abgelichtet. Foto: Alexander Maschmeyer.

Wallenhorst. Seit Beginn dieses Jahres wird auf dem früheren Gelände des Hotels Töwerland gebaut, im Oktober feiert „Wallenhorst 21“ laut Bauzeitplan Richtfest. Noch fehlt allerdings ein Mieter, auf den die Gemeinde stets gepocht hat.

Viele Jahre hat es gedauert, viel Zeit haben Wallenhorsts Politiker und Gemeindemitarbeiter investiert, doch nun ist ein Ende absehbar: Die Fläche in der Ortsmitte, auf der einst das Hotel Bitter und danach für kurze Zeit das Hotel Töwerland stand, wird endlich neu bebaut. Im Jahr 2011 war die Ruine, die in Wallenhorst irgendwann nur noch „Schandfleck“ genannt wurde, abgerissen worden.

Jetzt, sieben Jahre später, ist auf dem Grundstück in zentraler Lage endlich wieder richtig Betrieb. Das Großbauprojekt „Wallenhorst 21“ wird gebaut, auf dem Grundstück zwischen Großer Straße, Franksmannstraße und am Drosselweg entstehen zwei Wohn- und Geschäftshäuser sowie eine Stadtvilla.

Vor knapp drei Jahren stellte der Wallenhorster Architekt Markus Wiekowski die Pläne erstmals im Rat vor. Nun setzt Wiekowski das Projekt gemeinsam mit der Firma Futura Invest als Bauherrin und dem Bad Essener Projektentwickler Alexander Maschmeyer um.

190-Quadratmeter-Penthouse

Der erste Spatenstich für „Wallenhorst 21“ erfolgte im November letzten Jahres, damals waren von den 34 Wohneinheiten noch zehn verfügbar. Mittlerweile sind es noch acht Wohnungen, wie Alexander Maschmeyer im Gespräch mit unserer Redaktion berichtet.

„Seitdem sich auf dem Grundstück etwas bewegt, ist auch die Nachfrage wieder spürbar gestiegen und der Verkauf der Wohnungen schreitet jetzt zügig voran.“ Die bisher verkauften Wohnungen gingen laut Maschmeyer vor allem an private Investoren, die selbst nicht ins Wallenhorster Zentrum ziehen werden, sondern die Wohnungen vermieten wollen.

Die noch freien Wohnungen sind großzügig dimensioniert, dazu gehört eine 190 Quadratmeter große Penthouse-Wohnung. Bei den Gewerbeflächen ist die Auslastung noch besser. Neue Mieter sind eine Physiotherapie-Praxis des „Teams Mohr“, eine Logopädie-Praxis, eine Tagespflege-Einrichtung des Wallenhorster Unternehmens Camelot sowie Büroräume eines Unternehmens, dessen Namen Alexander Maschmeyer zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht nennen möchte.

Schwierige Konkurrenzsituation

Nur noch eine Gewerbefläche ist nicht besetzt – doch dabei handelt es sich ausgerechnet um die 220 Quadratmeter im Vorderhaus an der Großen Straße. Laut Alexander Maschmeyer hat die Gemeinde Wallenhorst gefordert, dass hier eine Bäckerei einzieht. Dass sich bislang keine Bäckerei-Kette gefunden hat, liegt nach Meinung von Alexander Maschmeyer an der Konkurrenz-Situation: Direkt gegenüber liegt die Backstube Rothert, eine knappe Minute Fußweg die Bäckerei Berelsmann und nicht viel weiter entfernt die Bäckerei Brinkhege.

„Unser Standort ist sicher die beste Lage, aber es ist natürlich trotzdem ein bisschen schwierig, bei dieser Konkurrenzsituation einen Mieter zu finden“, sagt Alexander Maschmeyer. Auf Anfrage unserer Redaktion erklärt Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp, die Gemeinde habe „nicht ausdrücklich“ eine Bäckerei gefordert. „Im Bebauungsplan haben wir im Erdgeschoss Wohnungen ausgeschlossen, das heißt es müssen dort gewerbliche oder öffentliche Nutzungen untergebracht werden.“

Absolut planmäßig laufen laut Alexander Maschmeyer die Bauarbeiten. „Aktuell wird die Kellerebene mit der zentralen Tiefgarage erstellt. Die Tiefgarage geht bis unter alle drei Häuser und liegt auch komplett unter dem Innenhof.“ Später erfolge dann eine Gestaltung des Innenhofes mit Grünflächen und Auto-Außenstellplätzen.

Laut Erhard Willmann, Geschäftsführer der Firma Futura Invest, wird noch im Oktober dieses Jahres Richtfest gefeiert. Im Sommer 2019 soll „Wallenhorst 21“ dann fertig sein.