Generationen-Werkstatt Wallenhorster Achtklässler bauen 3-D-Drucker für ihre Schule

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Die Schüler Mathias Volk (von links), Leon Adams, Bekim Neziraj und Henning Bartke von der Alexanderschule präsentieren den 3D-Drucker, den sie gemeinsam mit den Betreuern Detlef Mittendorf (Dritter von links) und Dieter Behnken (rechts) im Rahmen der Generationenwerkstatt bei emt-Automation in Wallenhorst gebaut haben. Foto: David EbenerDie Schüler Mathias Volk (von links), Leon Adams, Bekim Neziraj und Henning Bartke von der Alexanderschule präsentieren den 3D-Drucker, den sie gemeinsam mit den Betreuern Detlef Mittendorf (Dritter von links) und Dieter Behnken (rechts) im Rahmen der Generationenwerkstatt bei emt-Automation in Wallenhorst gebaut haben. Foto: David Ebener

Wallenhorst. Es dürfte nur wenige Achtklässler geben, die behaupten können, einen 3-D-Drucker selbst gebaut zu haben – und vier Alexanderschüler aus Wallenhorst gehören neuerdings dazu. Möglich gemacht haben das die „Generationen-Werkstatt“ und die Firma emt Automation.

Die Generationen-Werkstatt bringt Schüler mit erfahrenen Berufstätigen eines mittelständischen Betriebs zusammen, von den sie praktische und soziale Fähigkeiten erlernen sollen. In Wallenhorst unterstützte nun die Firma emt Automation, die derzeit in „Schulz Systemtechnik“ umfirmiert wird, zum vierten Mal die Alexanderschule. Sieben Mal kamen die Achtklässler Leon Adams (14), Henning Bartke, Bekim Neziraj und Mathias Volk (alle 15) für jeweils einen Dienstagnachmittag in den Betrieb, um vom gelernten Elektrotechniker und Ruheständler Dieter Behnken und dessen Kompagnon Detlef Mittendorf zu lernen.

Nur noch die Software muss eingestellt werden

Gemeinsam baute das Projektteam einen 3-D-Drucker – und stellte diesen nun beim achten und letzten Termin im Unternehmen vor. Einziger Wermutstropfen: Der Drucker ist noch nicht einsatzfähig, weil der nötige „Feinschliff“ fehlt, wie Projektbetreuer Behnken erläuterte. „Die Mechanik und die Elektrik, also die Hardware, haben die Jungs komplett erstellt“, betonte er, jetzt fehle nur noch der Softwareabgleich. „Und das ist eine ganz schöne Puzzelei, denn die einzelnen Düsen müssen auf 0,3 Millimeter ausgerichtet werden“, sagte Behnken. Damit wolle er sich nun befassen, sodass die Schüler den Drucken nach den Ferien voll funktionsfähig übernehmen könnten.

Ein Geschenk für die Schule

Dann nämlich soll die Alexanderschule den 3-D-Drucker erhalten – ein Geschenk, für das Thorger Stapenhorst, Fachleitung für Arbeit, Wirtschaft und Technik an der Alexanderschule, der Firma emt, die den Bausatz bestellt hatte, ausdrücklich dankte. emt-Geschäftsführer Dieter Schröer wiederum äußerte die Hoffnung, dass das Projekt bei den Jugendlichen Interesse für sein Unternehmen geweckt habe: „Vielleicht gewinnen wir so auch neue Leute.“

Auch in den Ferien gekommen

Johannes Rahe, Geschäftsführer der Ursachenstiftung, die die „Generationen-Werkstatt“ koordiniert, lobte die Zusammenarbeit des Betriebs mit der Alexanderschule. Das Projekt verbinde drei Generationen, sagte er: die junge Generation, also die Schüler, die aktive Generation, in diesem Fall also Schröer, und die erfahrene Generation mit den „Un-Ruheständlern“ Behnken und Mittendorf. Rahe würdigte auch, dass die Jungen freiwillig und in ihrer Freizeit in die Firma gekommen seien – und das sogar am Dienstag in den Pfingstferien, wie er hervorhob.

„Hat Spaß gemacht“

Und wie fanden die Schüler selbst das Projekt? „Hat Spaß gemacht“, sagten sie unisono, wenn auch etwas wortkarg bei der Abschlussveranstaltung. Das konnte Behnken bestätigen: „Die Jungs waren sehr begeistert dabei.“ Als Anerkennung gab’s für jeden ein Zertifikat – und mehr noch: Die Namen der vier wurden auf einer Plakette am 3-D-Drucker verewigt.


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