Sensibler Umgang mit Energie Gemeinde Wallenhorst prämiert Klimaschützer

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Wallenhorster Kindergärten und Schulen wurden für ihre Anstrengungen rund um den sparsamen Umgang mit Energie von der Gemeinde Wallenhorst mit Lob und Prämien geehrt.

            
Foto: Christina HalbachWallenhorster Kindergärten und Schulen wurden für ihre Anstrengungen rund um den sparsamen Umgang mit Energie von der Gemeinde Wallenhorst mit Lob und Prämien geehrt. Foto: Christina Halbach

Wallenhorst. Energie gespart und Geld gewonnen: Bereits zum zweiten Mal belohnte die Gemeinde Wallenhorst das Engagement von Kindergärten und Schulen in puncto Klimaschutz mit Prämien von insgesamt 7.075 Euro.

Das Projekt ist Bestandteil des gemeindeeigenen Klimaschutzkonzepts und hat zum Ziel, Kinder und Jugendliche durch pädagogische Projekte für den sparsamen Umgang mit Energie zu sensibilisieren und zugleich den Verbrauch in den Einrichtungen zu reduzieren. Damit das gelingt, haben die teilnehmenden acht Kindergärten und sechs Grundschulen einen Maßnahmenkatalog  mit Pflicht- und Wahlaufgaben an die Hand bekommen. Danach muss zum Beispiel jede Einrichtung einen Energiebeauftragten und die Teilnahme an einer jährlichen Fortbildung vorweisen können, freiwillige Leistungen hingegen sind etwa die Darstellung der Verbrauchszahlen oder die Vorstellung des Energiesparprojekts auf der Homepage. Belohnt werden die Anstrengungen zum Ende jedes Projektjahres mit einer Prämienausschüttung, die die Einrichtungen für Anschaffungen mit und ohne Umweltbezug verwenden dürfen.

Erzieher, Lehrer und Kinder seien auch im zweiten Projektjahr mit großem Einsatz dabei gewesen, stellte Anne-Marie Kruse vom Energiebüro „e&u“ aus Bielefeld fest. Gemeinsam mit Wallenhorsts Klimaschutzmanager Stefan Sprenger begleitet sie die Einrichtungen durch das Klimaschutzprojekt: „Ich bin wirklich begeistert, wie kreativ sie an das Projekt herangegangen sind. Sie haben im Vergleich zum letzten Jahr noch einmal eine Schippe draufgelegt.“ Zum Beispiel hat die Energie-AG der Katharinaschule mit einer Mitschüler-Umfrage ermittelt, dass ein Drittel der Schüler per Elterntaxi zur Schule gelangt. Ein Walking Bus soll nun Abhilfe schaffen, Grundschule und Gemeinde suchen derzeit nach erwachsenen Schulwegbegleitern. Die Ruller Kindergärten St. Johannes und St. Marien hingegen haben, wie Erzieher Alexander Höveler berichtete, mit einer Müllsammelaktion unter Beweis gestellt, dass  „Klimaschutz auch Naturschutz bedeutet“.

Auch im Energieverbrauch hat sich das Klimaschutzprojekt bereits niedergeschlagen. Laut Stefan Sprenger sind die Verbräuche in den Einrichtungen durchschnittlich um 10 Prozent gesunken. In seiner Zwischenbilanz lobt der Klimaschutzmanager vor allem das Engagement der Erzieher und Lehrer: „Sie bleiben immer am Ball und fragen nach, wenn mal etwas nicht so gut läuft.“

Insgesamt ist das Projekt auf vier Jahre angelegt. 65 Prozent der Kosten in Höhe von 100.626 Euro werden vom Bund übernommen. Unterrichtsmaterialien, Exkursionen oder Theaterstücke runden das Programm ab und werden ebenfalls mit 50 Prozent bezuschusst.


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