Um Unterstützung gebeten Wallenhorster Senioren für den „Walking Bus“

Von Joachim Dierks

Der Seniorenbeirat der Gemeinde Wallenhorst hatte den Klimaschutzmanager Stefan Sprenger (stehend) eingeladen, der um ehrenamtliche Unterstützung für das Projekt „Walking Bus“ bat. Foto: Joachim DierksDer Seniorenbeirat der Gemeinde Wallenhorst hatte den Klimaschutzmanager Stefan Sprenger (stehend) eingeladen, der um ehrenamtliche Unterstützung für das Projekt „Walking Bus“ bat. Foto: Joachim Dierks

Wallenhorst. Mit einer bunten Themenpalette stieg der im März neu gewählte Seniorenbeirat der Gemeinde während der Mai-Sitzung in die Sacharbeit ein. Ganz aktuell stand der Wunsch der Gemeindeverwaltung auf der Tagesordnung, Senioren als Schulwegbegleiter für den sogenannten „Walking Bus“ zu gewinnen.

Der Klimaschutzmanager Stefan Sprenger stellte das Projekt vor. Als erste Grundschule in Wallenhorst soll die Katharinaschule einen „Walking Bus“ („Lauf-Bus“) eingerichtet bekommen. Auf einer definierten „Buslinie“, die voraussichtlich im Berliner Viertel beginnt und vor der Schule endet, werden an festgelegten „Haltestellen“ zu fixierten Zeiten Kinder eingesammelt. Sie legen im Pulk unter Aufsicht von zwei Erwachsenen, einer vorne, einer hinten, den Weg zu Fuß zur Schule zurück. „Müssen die denn alle an einen Strick packen, so wie früher bei Ausflügen?“, wollte Beiratsmitglied Hubert Schawe wissen. Nein, voraussichtlich nicht, war die Antwort. Die Schülergruppe werde überschaubar sein. Als Sicherheitsmoment sei vorgesehen, dass die erwachsenen Begleiter Warnwesten tragen. Schüler und Begleiter sind über den Schulträger unfallversichert.

Vorteile für die Gesundheit

Im Seniorenbeirat herrschte spontan Einigkeit, dass dies eine gute Sache sei und jegliche Unterstützung verdiene. Die Beiratsmitglieder werden in ihren Kreisen dafür werben. Damit der „Walking Bus“ an jedem Tag der Woche verkehren kann, müssten sich zehn Ehrenamtliche finden, die bereits frühmorgens gern an der frischen Luft sind und Spaß an Kindern haben. „Dann ist jeder nur einmal in der Woche dran“, sagte Sprenger, „und bei Urlaub oder Krankheit kann man untereinander Vertretungen regeln“. Die Familien-Beauftragte Kornelia Böert machte auf die Vorteile für die Gesundheit der Kinder aufmerksam, wenn sie gehen und nicht im Auto gefahren werden. „Außerdem haben sie dann, wenn der Unterricht beginnt, schon vorher alles Wichtige mit ihren Mitschülern ausgetauscht und sind konzentrierter bei der Sache“, so Böert. Ganz abgesehen davon, dass auch die Verkehrsprobleme mit den „Eltern-Taxis“ vor Schulbeginn entschärft werden. Interessenten für die Schulwegbegleitung mögen sich unter Telefon 05407/ 888740 bei Stefan Sprenger melden.

Fitness-Kurs für autofahrende Senioren

Weitere Themen waren unter anderem die geplante Tagesfahrt in der zweiten Jahreshälfte, ein Fitness-Kurs für autofahrende Senioren am 18. Oktober, ein „Erntebild“ zum Erntedankfest und die weitere Verteilung des vom Seniorenbeirat aufgelegten Mal- und Sachkundebuchs für Kinder „Unterwegs in Wallenhorst“.