Mit 232 Schüssen zum Ziel Volker Bugs wird 100. Schützenkönig in Rulle

Die Potentaten des Schützenvereins Rulle: Präsident Bastian Oertel, Adjutantin Anke Bode, Schützenkönig Volker Bugs, Schützenkönigin Christa-Uchtmann-Bugs, Adjutant Dirk Meyer und Adjutantin Susanne Schöne-Meyer. Foto: WenkDie Potentaten des Schützenvereins Rulle: Präsident Bastian Oertel, Adjutantin Anke Bode, Schützenkönig Volker Bugs, Schützenkönigin Christa-Uchtmann-Bugs, Adjutant Dirk Meyer und Adjutantin Susanne Schöne-Meyer. Foto: Wenk

awen Wallenhorst. Volker Bugs ist der 100. Schützenkönig des Schützenvereins Rulle von 1899. Beim traditionellen Vogelbaumschießen setzte er sich gegen seine Ehefrau Christa Uchtmann-Bugs durch.

Da sie alleine angetreten waren, stand schon vor dem Finale fest, dass die Königswürde in der Familien landen würde. Dabei hatte Volker Bugs mehr zu verlieren als seine Frau. Sie würde in jedem Fall Königin heißen. Hätte sie allerdings den Rumpf des Adlers vom Baum geholt, wäre Volker Bugs lediglich „Prinzgemahl“ in seiner Schützentruppe geworden.

In der Schlussrunde

Fast eineinhalb Stunden hatte sich die Schlussrunde hingezogen. Christa und Volker mussten 232 mal anlegen. Dann der erlösende goldene Schuss. Obwohl nicht überraschend, konnte der neue Schützenkönig seine Freude kaum fassen und fiel auf die Knie, um die ersten Gratulationen entgegenzunehmen. Dann rappelte sich Bugs auf und sofort bildete sich eine lange Schlange derer, die darauf warteten, den neuen Potentaten zu umarmen. Schon im Vorfeld hatte es geheißen, Bugs sei genau der richtige und er werde seine Königswürde ein Jahr lang ausgiebig genießen. Die besteht beispielsweise darin, seinen Verein auf Schützenfesten befreundeter Vereine zu repräsentieren und denen seine Aufwartung zu machen. Bug zeigt aber auch großes Engagement. Am Morgen war er bereits ab 6.30 Uhr am Schützenhaus, um die letzten Vorbereitungen zu unterstützen.

Vogelbaumschießen

Die sind beim Vogelbaumschießen sehr umfangreich, wie Dirk Meyer, einst selbst Schützenkönig, jetzt neuer Adjutant und Pressewart weiß. Denn statt auf einem Schießstand findet das unter freiem Himmel statt und da gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen. Straßensperren, exakte Justierung der Lafette für das Kleinkalibergewehr, damit kein Schuss unkontrolliert Schaden anrichten kann, eine doppelte Sicherung für den Kugelfang, alles unterliegt exakten Regeln und muss genehmigt werden. „Wir sind deshalb auch die einzigen im Schützenverband Landkreis-Osnabrück Nord, die das noch so machen“, so Meyer.

Bis die letzte Patrone verschossen war, bleib der Ostenort gesperrt. Um das Schießgelände zwischen Schützenhaus und dem Zeltverleiher Kohlbrecher abzusichern, waren weitere Baken aufgestellt.

56 Schützen am Start

Insgesamt waren am Nachmittag 56 Schützen an den Start gegangen. Erwähnenswert neben dem neuen Königspaar waren diejenigen, die Teile des Adlers abgeschossen hatten: Dirk Völker (Krone), Susanne Schöne-Meyer (Zepter), Stefan Trame (Apfel), Riko Heinrich (linke Kralle), Anke Bode (rechte Kralle), Sandra Bressler (linken Flügel), Michael Witte (rechten Flügel) Marion Garthaus (Kopf) und Claudia Reinsch (Stoß). Um 18.11 Uhr war von dem Vogel nicht mehr viel übrig geblieben. Nach einer kurzen Pause galt es dann, ab 18.45 Uhr den Rumpf abzuschießen. Die zahlreichen Treffer konnten ihn aber nicht aus seiner Befestigung lösen, bis Volker Bugs nach 20 Uhr dann ein letztes Mal anlegte. Neben Meyer und seiner Frau Susanne gehören Andreas und Anke Bode zu den neuen Adjutanten.