Keine Anfrage bekommen DRK am 1. Mai im Nettetal nicht im Einsatz

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Auf dem Gelände um Knollmeyers Mühle hatte das DRK im Nettetal in den vergangenen Jahren seine Zelte aufgeschlagen. Damit ist jetzt Schluss. Archivfoto: Jörn MartensAuf dem Gelände um Knollmeyers Mühle hatte das DRK im Nettetal in den vergangenen Jahren seine Zelte aufgeschlagen. Damit ist jetzt Schluss. Archivfoto: Jörn Martens

Wallenhorst. In den vergangenen Jahren war das Deutsche Rote Kreuz (DRK) regelmäßig am 1. Mai im Nettetal zur Stelle, um die feiernden Maigänger im Notfall zu versorgen. Nicht so in diesem Jahr. Der Ortsverein sei nicht offiziell angefordert worden. Dementsprechend gäbe es für einen Einsatz auch keine finanzielle Entschädigung.

Zuletzt hatte das DRK am 1. Mai seine Zelte auf dem Gelände um den Gasthof Knollmeyers Mühle aufgeschlagen. Wirt Ansgar Knollmeyer hatte auch in diesem Jahr mit den ehrenamtlichen Rettungskräften gerechnet. Sebastian Keimer vom DRK-Ortsverband stellt jedoch klar: „Uns hat niemand angefordert.“ Für alle, die etwas zu tief ins Glas schauen oder sich Verletzungen zuziehen, wird es diesmal folglich keine Versorgung vor Ort geben. Vor ungefähr zehn Jahren ist der Ortsverband einmal offiziell von der Gemeinde angefordert worden, so Keimer. Seitdem sei der 1. Mai fest im Einsatzplan des DRK verankert gewesen, auch wenn danach nie wieder eine Anfrage kam. Die Mitarbeiter seien zwar ehrenamtlich im Einsatz, so langsam müsse man sich aber die Frage stellen, wer finanziell für die verbrauchten Materialien aufkommt. Ohne Auftraggeber werden die anfallenden Kosten nämlich nicht gedeckt.

Keine offizielle Veranstaltung

„Wir haben das DRK auch in den Vorjahren nicht angefragt“, sagt Rüdiger Mittmann von der Gemeinde Wallenhorst. „Die Maiwanderer nutzen öffentliche Straßen. Das Treffen im Nettetal ist keine offizielle Veranstaltung der Gemeinde“, betont er. Dennoch waren laut Polizeiangaben 2017 zwischen 400 und 500 Personen im Nettetal zusammengekommen. Die müssen in diesem Jahr am 1. Mai im Notfall dann auf den regulären Rettungsdienst unter der 112 zurückgreifen.

Die Beseitigung der am 1. Mai anfallenden Müllberge, die von den Wanderern zurückgelassen werden, sei bereits genug Aufwand. In diesem Jahr stellt die Gemeinde eine Mulde und mehrere Mülleimer im Nettetal auf, um dem Bauhof das Aufräumen am Folgetag zu erleichtern. Aber auch das verursache Kosten. Weitere Maßnahmen wolle man aus „vorauseilendem Gehorsam“, so Mittmann, nicht auf sich nehmen.


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