Ausstellung „Melange“ eröffnet Werke von Elisabeth Pawils im Ruller Haus

Von Sina-Christin Wilk

„Die Farben machen auf der Leinwand, was sie wollen“, sagt Elisabeth Pawils, deren Werke jetzt im Ruller Haus zu sehen sind. Foto: Sina-Christin Wilk„Die Farben machen auf der Leinwand, was sie wollen“, sagt Elisabeth Pawils, deren Werke jetzt im Ruller Haus zu sehen sind. Foto: Sina-Christin Wilk

siwi Wallenhorst. „Im Ruller Haus wollen wir Künstler abbilden, die vor Ort arbeiten“, so Elisabeth Lumme, Leiterin des Projektraums Kunst und Geschäftsführerin am Ruller Haus. Eine dieser lokalen Künstlerinnen ist Elisabeth Pawils, die in Osnabrück lebt und arbeitet. Von expressionistischer Malerei bis zu abstrakten Objekten: Ein Auszug aus Pawils‘ Werkschau ist unter dem Titel „Melange“ bis zum 30. Juni im Ruller Haus zu sehen.

Seit einigen Jahren engagiert sich Pawils ehrenamtlich im Ruller Haus. Nur den wenigsten ihrer Mitstreiter war bisher jedoch bekannt, dass sie als Künstlerin in der Öffentlichkeit steht. Seit mehr als 20 Jahren ist sie als Künstlerin tätig, seit ihrem Ruhestand lebt sie diese Leidenschaft freischaffend aus. Elisabeth Lumme ergriff nun die Gelegenheit, um eine Ausstellung auf den Weg zu bringen. „Da ich Elisabeth Pawils sehr schätze, wollte ich ihr diesen Raum geben“, verriet Lumme im Gespräch nach der offiziellen Eröffnung der Ausstellung.

Zwei Themenräume

Ihre erste Ausstellung sei dies allerdings nicht, auch wenn sie etwas Besonderes sei: „Ich habe das Auto vollgepackt und wir haben vor Ort entschieden, welche Arbeiten wir auswählen“, berichtete Pawils schmunzelnd. Entstanden sind zwei Themenräume, getrennt nach Objekten und Bildern. Die Ausstellung solle einen „Rahmen zur Begegnung schaffen“, so Lumme. (Weiterlesen: „In T(o)uch“ eröffnet – Drei Frauen - eine Ausstellung in Bramsche)

Das Interesse ist offenbar groß, denn die Vernissage war gut besucht. Sowohl geladene Gäste aus dem persönlichen Umfeld Pawils‘ als auch Kunstliebhaber und einige Vertreter des Wallenhorster Rates drängten sich um die Arbeiten. Sie diskutierten über Technik und individuelle Rezeption, tauschten sich mit der Künstlerin aus und lauschten der musikalischen Untermalung, für die Thomas Leuschner am Flügel mit einigen Stücken von Erik Satie sorgte.

Kindheitswunsch Künstlerin

Nach einer kurzen Einführung ließ Lumme die Künstlerin im Dialog selbst zu Wort kommen. Trotz einer klassischen Laufbahn als Lehrerin für die Fächer Geografie und Englisch habe sie der Kindheitswunsch, Künstlerin zu werden, nicht losgelassen. Seit Ende der 80er Jahre habe sie bei unterschiedlichen Künstlern gelernt und sich ausprobiert, schließlich selbst Kunst unterrichtet. Sie berichtete von Material-Großeinkäufen in der „Grabbelkiste“ beim Möbelhaus und dass für sie Kunst essenziell mit einer „Leidenschaft für Ästhetik, Farben und Gestalten“ einhergehe.

Pawils lässt sich nicht auf einen Stil festlegen, sondern arbeitet intuitiv, geradezu informell. „Malerei kommt aus dem intensiven Wunsch heraus, Gefühlen Ausdruck zu verleihen“, sagte sie. Zum Einsatz kommen Acrylfarben und Gegenständliches. „Die Farben machen auf der Leinwand, was sie wollen. Entweder man akzeptiert dies oder greift aktiv ein“, gab sie einen Eindruck ihrer Schaffensart.

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