Aktionen im Jubiläumsjahr Realschule Wallenhorst feiert 40-jähriges Bestehen mit Schulfest

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Sie ließen auf dem Schulfest die Dosen fliegen (von links): Sarah Oertel, Neele Friesendorf, Max Plonke, Alexander Espel und Steffen Hälker (2. von links Schulleiter Stefan Schmidt). Foto: Christina HalbachSie ließen auf dem Schulfest die Dosen fliegen (von links): Sarah Oertel, Neele Friesendorf, Max Plonke, Alexander Espel und Steffen Hälker (2. von links Schulleiter Stefan Schmidt). Foto: Christina Halbach

Wallenhorst. Das 40-jährige Bestehen der Realschule Wallenhorst haben Schüler, Eltern und Lehrer jetzt groß gefeiert. Viele Besucher kamen zum Schulfest unter dem Motto „Groschenkirmes“.

„Mit der Groschenkirmes haben wir aufgegriffen, was vor 40 Jahren aktuell war“, erzählte Schulleiter Stefan Schmidt beim Gang über das Schulgelände. Dort herrschte reges Treiben: Kinder und Jugendliche gaben beim Sackhüpfen ihr Bestes, Dosentürme wurden zum Einsturz gebracht, an einem selbst gebastelten Gewinnrad konnten kleine Preise erdreht werden. Betrieben wurden die Stationen klassenweise, erläuterte Schmidt. Die Mitschüler konnten derweil mit einer Laufkarte in der Hand an den anderen Ständen ihr Glück versuchen. Wer dabei Hunger bekam, konnte sich am reichhaltigen Kuchenbüffet in der von Eltern betriebenen Cafeteria stärken und sich bei Vorführungen der Zumba AG oder der Chors entspannen.

Mit 220 Schülern angefangen

Vor 40 Jahren, genauer zum Schuljahr 1977/78, ging an der Maria-Montessori-Straße die Wallenhorster Realschule mit 220 Schülern an den Start. Bislang hatte lediglich die Hauptschule als weiterführende Schulform zur Verfügung gestanden. Kinder, die eine Realschule besuchen wollten, mussten dafür in die Nachbarstadt Bramsche fahren. Eine Schulstrukturdebatte im Gemeinderat habe seinerzeit den Stein für eine Realschule in Wallenhorst ins Rollen gebracht und dabei vor allem den Elternwillen im Blick gehabt, berichtete Schmidt. Die Schülerzahlen gab der Entscheidung Recht: Fünf Jahrgänge bis Klasse 9 begannen im August 1977 mit dem Unterricht, einige Schüler wechselten von der Realschule Bramsche wieder zurück in die Heimatgemeinde. Schulstrukturreformen gingen in den folgenden Jahren an der Realschule nicht vorbei: Zum Schuljahr 1981/82 spalteten sich die Jahrgänge 5 und 6 durch die Einrichtung der Orientierungsstufe ab und wurden nach deren Abschaffung 22 Jahre später wieder aufgenommen. Nahezu zeitgleich erfolgte die Einrichtung der offenen Ganztagsschule, zum Schuljahr 2005/2006 tauschten Realschule und die benachbarte Alexanderschule die Gebäude. Aktuell drücken dort 408 Schüler die Schulbank.

Als „Starke Schule“ ausgezeichnet

Auch wenn die Archivdaten anderes vermuten lassen, alleiniger Spielball der Schulpolitik ist die Realschule nicht mehr. Habe Schule früher auf das gewartet, was das Kultusministerium vorgibt, entwickele sie sich jetzt aus sich heraus: „Ich schaue, wo der Handlungsbedarf ist und steuere das mit dem Kollegium“, erläuterte Schmidt, der nach Ewald Johannsmeyer, Erich Ahmann und Jutta Kettmann seit 2012 die Geschicke der Realschule lenkt. Unter anderem eine intensive Berufsvorbereitung, für die die Schule im Februar 2017 vom niedersächsischen Kultusminsterium als „Starke Schule“ ausgezeichnet wurde, spiegelt diese Entwicklung wider.

Das Jubiläum hat die Realschule im vergangenen Jahr ausgiebig gefeiert: Auf ein Ehemaligentreffen im Herbst 2017 folgte eine Ausstellung des Mathematikums Gießen und ein Herbstmarkt. Der ist Zehntklässler Yannik Diessars besonders in Erinnerung geblieben: „Wir haben Selbstgebackenes und Dekoartikel für das Weihnachtsfest verkauft.“ Auf dem Programm steht außerdem noch eine Schulfahrt nach Hamburg, die teilweise aus den Erlösen des Marktes bezahlt werde, wie der 15-Jährige weiter berichtete. Außerdem meinte er: „Die Schule bekommt immer mehr Zulauf. So ein Schulfest trägt dazu bei, dass sie noch bekannter wird.“

Seinen krönenden Abschluss findet das Jubiläumsjahr schließlich mit einer Schuldisco kurz vor den Sommerferien.


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