Was tun, bevor‘s brennt Vorschriften der Gemeinde Wallenhorst zu Osterfeuern

Nicht jedes Feuer, das zu Ostern brennt , ist auch ein Brauchtumsfeuer. Foto: Stefanie PreuinNicht jedes Feuer, das zu Ostern brennt , ist auch ein Brauchtumsfeuer. Foto: Stefanie Preuin 

Wallenhorst. Jeder, der für ein Osterfeuer im Wallenhorster Gemeindegebiet eine Genehmigung eingeholt oder die vorgeschriebene Anmeldung rechtzeitig erledigt hat, muss beim Abbrennen einige Vorschriften beachten. Das teilt die Gemeindeverwaltung mit.

Brauchtumsfeuer sind öffentliche Feuer zum Zwecke der Brauchtumspflege. Das Brauchtum muss sich aus in der Ortsgemeinschaft verankerten Glaubensgemeinschaften oder Traditionen ergeben. Das Feuer muss im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung jedermann zugänglich sein.

Unerlaubte Abfallbeseitigung

Wird dagegen Pflanzenschnitt privat oder im privaten Kreis verbrannt, handelt es sich nicht automatisch nur deshalb um ein Brauchtumsfeuer, weil es zur Osterzeit stattfindet. Vielmehr gelten solche Feuer als – unerlaubte Abfallbeseitigung. Ebenso verhält es sich mit Feuern, für die das Brenngut schon lange vor Ostern angesammelt wurde. Das Brenngut für Brauchtumsfeuer hingegen darf erst in den letzten beiden Wochen vor Ostern zusammengetragen werden. Osterfeuer dürfen zudem ausschließlich am Ostersonntag in der Zeit von 14 bis 23 Uhr abgebrannt werden.

Nur Gehölz- und Strauchschnitt

Als Brennmaterial darf ausschließlich Gehölz- und Strauchschnitt verwendet werden. Insbesondere dürfen keine behandelten Hölzer, Paletten, Unrat oder sonstigen pflanzlichen Abfälle verbrannt werden. Die Bodendecke auf Wiesen, Feldrainen, an Hecken, Hängen und an Böschungen darf aus Gründen der Bodenerosion nicht abgebrannt werden.

Brenngut umschichten

Das Brenngut ist frühestens einen Tag vor dem Abbrennen umzuschichten. Vor dem Entzünden des Feuers ist sicherzustellen, dass sich keine Menschen oder Tiere im errichteten Brennmaterial befinden. Brandbeschleuniger dürfen nicht verwendet werden. Gefahrbringender Funkenflug und erhebliche Rauchentwicklung sind auszuschließen.

Aufsicht am Feuer

Die Feuerstelle ist dauernd durch mindestens eine erwachsene Person zu beaufsichtigen. Zur Feuerbekämpfung muss geeignetes Gerät (zum Beispiel Feuerlöscher, Wasser, Sand) zur Verfügung stehen, sodass das Feuer bei Gefahr unverzüglich gelöscht werden kann. Vor Verlassen der Feuerstelle ist sicherzustellen, dass das Feuer vollständig gelöscht ist. Die Feuerstelle ist innerhalb einer Woche nach dem Abbrennen von der verantwortlichen Person von aussortierten Abfällen sowie den Verbrennungsrückständen zu säubern.

Nicht mehr als 25 Kubikmeter

Die Menge des Brandgutes darf 25 Kubikmeter nicht überschreiten, soweit keine Erlaubnis für eine größere Menge erteilt wurde. Der Feuerplatz hat folgende Sicherheitsabstände aufzuweisen: 30 Meter zu Gebäuden, die aus nicht brennbaren Baustoffen errichtet wurden und ein hartes Dach besitzen; 50 Meter zu Gebäuden, die aus brennbaren Baustoffen errichtet wurden und/oder ein weiches Dach besitzen; 50 Meter zu Wäldern, Waldhecken, Heiden und öffentlichen Verkehrsflächen, soweit diese nicht ausschließlich land- oder forstwirtschaftlichem Verkehr dienen; 25 Meter zu sonstigen leicht entzündlichen oder brennbaren Materialien; zehn Meter unterhalb von Hochspannungsleitungen; 100 Meter zu Einrichtungen mit erhöhter Explosions- und Brandgefahr.

Fragen zum Thema beantwortet Klaus Schwegmann seitens der Gemeindeverwaltung unter Telefon 05407/ 888302.