Marion Müssen erste Vorsitzende Verein „Bürgerbus Wallenhorst-Wersen“ gegründet

Meine Nachrichten

Um das Thema Wallenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Wurden in den Vorstand gewählt (von links): Sabine Steinkamp (Beisitzerin), Dorothee Hoffmann (Schriftführerin), Heiner Fideley (Beisitzer), Marion Müssen (Vorsitzende), Svenja Hoffmann (stellvertetende Vorsitzende), Claudia Langemeyer (Schriftführerin), Peter Klingelhöfer (Beisitzer) und Hubert Schawe (Beisitzer). Foto: Christina HalbachWurden in den Vorstand gewählt (von links): Sabine Steinkamp (Beisitzerin), Dorothee Hoffmann (Schriftführerin), Heiner Fideley (Beisitzer), Marion Müssen (Vorsitzende), Svenja Hoffmann (stellvertetende Vorsitzende), Claudia Langemeyer (Schriftführerin), Peter Klingelhöfer (Beisitzer) und Hubert Schawe (Beisitzer). Foto: Christina Halbach

Wallenhorst. Rechtlich stehen die Weichen für eine ehrenamtlich betriebene Buslinie durch die Gemeinde nun auf Grün: In der Hofstelle Duling wurde der Verein „Bürgerbus Wallenhorst – Wersen“ gegründet, Marion Müssen  als erste Vorsitzende gewählt.

So etwas wie Aufbruchsstimmung lag in der Luft, als 24 Wallenhorster vom Kind bis zum Senior ihre Unterschriften unter die Vereinssatzung setzten. Nach rund einem Jahr des intensiven Trommelns für das Projekt „Bürgerbus“, zu dem einst der Seniorenbeirat den Anstoß gegeben hatte, war Marion Müssen und ihrem Team die Freude über diesen Etappensieg anzumerken. „Die Gründung ist ein wichtiger Schritt, um Menschen und Ortsteile miteinander zu verbinden“, hatte Müssen zuvor in ihrer Begrüßung festgestellt. Ab Anfang 2019 soll die ehrenamtlich betriebene Bürgerbus-Linie durch Wallenhorst rollen und dabei unter anderem Außenbereiche wie Rulle-Ost, Brockhausen oder den Lechtinger Gruthügel anbinden. Ebenfalls angefahren werden soll der Bahnhof im nordrhein-westfälischen Halen. Eine unlängst ausgewertete Bürgerbefragung hatte einen entsprechenden Bedarf ergeben und sich zugleich namensgebend niedergeschlagen. Geplant sei außerdem, kündigte Müssen an, die Linie bis Wersen weiterzuführen: „Wir wollen das vor uns liegende Jahr nutzen, um diese Strecke zu prüfen.“ Noch in dieser Woche werden die Initiatoren das Projekt im Rat der Gemeinde Lotte vorstellen. Der Vereinsstatus ermöglicht es der Initiative ab sofort, die Planungen rund um die Bürgerbuslinie weiter voranzutreiben. Ein Finanzplan kann aufgestellt, gemeinsam mit der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück GbR (PlaNOS) und der Weser-Ems-Bus GmbH die Linienführung festgelegt und Anträge für den Kauf eines Fahrzeugs gestellt werden.

Anbindung des Halener Bahnhofs

Bürgermeister Otto Steinkamp begrüßte die Vereinsgründung. Durch das jüngst verabschiedete Nahverkehrskonzept seien zwar viele Themen und Wünsche berücksichtigt, gleichwohl komme man nicht „von überall überall hin“: „Der Bürgerbus nimmt das in den Blick.“ Mit der Anbindung des Halener Bahnhofs sei darüber hinaus eine intelligente Lösung gefunden worden. Dadurch könnten die Fördertöpfe zweier Bundesländer genutzt werden. Auch Steinkamps Kollege aus dem Lotter Rathaus, Rainer Lammers, steht hinter der Initiative: „Was wir tun müssen, um das zu unterstützen, werden wir tun.“ Ganz wichtig sei nun: „Ordentlich Werbung zu machen, dass die Leute mitfahren und auch Fahrer gewonnen werden.“ Laut Müssen haben bislang 16 Fahrer Interesse bekundet, die Bürgerbuslinie zu unterstützen.

Spezialanfertigung

Vor dem frisch gewählten Vorstand liegt ein straffer Zeitplan: Steht ein Streckenplan fest, müsse dieser dem Land Niedersachsen zur Genehmigung vorgelegt werden, erläuterte die Vorsitzende. Erst dann und auch nur bis Ende April könne der Förderantrag für das Fahrzeug gestellt werden. Wird dieser positiv beschieden, könne der Bus bestellt werden, der mit 100000 Euro kalkuliert werden muss. Da es sich um eine Spezialanfertigung handelt, ist mit einer Lieferzeit von bis zu neun Monaten zu rechnen.  Bei der Finanzierung des Busses kann der Verein mit einem Festzuschuss von 75000 Euro durch das Land Niedersachsen rechnen. „Von den verbleibenden 25 Prozent werden wiederum 75 Prozent von der Planos übernommen“, sagte Müssen. Hinsichtlich der restlichen 5000 Euro hofft der Verein auf einen Zuschuss durch die Gemeinde.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN