Klein, aber oho: Dackel im Wertungsring Zuchtschau des Teckelklubs Ruller Land in Wallenhorst

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Wallenhorst. Ob nun als Dackel, Teckel oder Dachshund bezeichnet, die kleinen, schlappohrigen Tiere begeistern seit Jahrzehnten als kecke Familienhunde wie auch als passionierte Gehilfen der Jäger. 14 Vertreter ihrer Art wurden am Sonntag bei der achten Zuchtschau des Teckelklubs Ruller Land auf dem Firmengelände Stavermann in Wallenhorst präsentiert und bewertet.

Was für einen Elan so ein kleiner Teckel haben kann, zeigte sich direkt zum Auftakt der Zuchtschau, bei dem die Hunde mit ihrem Gebell zum Klang der Jagdhörner einstimmten. Derartig ungewöhnliche Töne lockten mehr und mehr Schaulustige an, die nicht nur der Dackel wegen, sondern auch zur Begutachtung von Gartentechnik zum verkaufsoffenen Sonntag auf das Gelände gekommen waren. Dem Charme der Dackel erlegen, verfolgten sie zusammen mit Züchtern und

vielen Hundefreunden die Bewertung durch Preisrichterin Claudia Kleister vom Deutschen Teckelklub.

Schönheit und Wesensfestigkeit

Sie beurteilte die Hunde nicht nur nach Schönheit, sondern auch nach Wesensfestigkeit. Dafür liefen die Dackel zuerst im Kreis durch den Wertungsring und mussten anschließend auf dem Prüftisch Platz nehmen um sich in das Maul schauen und den Brustumfang messen zu lassen. Dabei verhielten sich die Hunde mehr oder weniger souverän, abhängig von ihrem Charakter und natürlich vorheriger Übung. „Du machst das hier aber prima mit“, lobte die Richterin den neun Monate jungen Rauhaar-Rüden Haakon vom Falkenring, der mit der Bestnote vorzüglich abschnitt. Darüber freute sich sein Besitzer, Udo Goedecke aus Wallenhorst, der wie er sagt, gerne einmal mit Haakon an einer derartigen Bewertung für Zuchttauglichkeit teilnahm, eigentlich aber viel lieber mit ihm in die Natur zur Jagd geht.

Den Dachs aus dem Bau treiben

„Bereits seit dem Mittelalter werden Teckel bei der Jagd eingesetzt, um Fuchs oder Dachs aus dem Bau zu treiben“, erklärte Matthias Berstermann, Vorsitzender des Teckelklubs Ruller Land. Später züchtete man kleinere Teckel, handliche Zwerg- oder winzige Kaninchen-Teckel, damit die Hunde zudem in die engeren Gänge eines Kaninchenbaus passen. Und nicht nur in Größe, auch im Haarkleid unterscheiden sich die Dackel. Am Sonntag waren neben mehrheitlich rauhaarigen, auch Kurz- und Langhaardackel vertreten.

Für jede dieser drei Varianten gab es Preise: Angela von der Erichshöhe, Hündin von Alois Kavermann aus Hilter, wurde als bester Langhaardackel auserkoren, Dream Lilly over the Rainbow, als bester Kurzhaardackel und Cessy vom Falkenring eroberte sich den Titel „bester Rauhhaardackel“. Doch damit nicht genug, Cessy bekam auch noch den dicksten Pokal als Tagessiegerin. Ihr Besitzer Heinz Schnieder aus Glandorf trug ihn stolz für sie nach Hause.


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