Geringe Wahlbeteiligung Kirchenvorstände in Wallenhorst, Lechtingen und Rulle gewählt

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Trotz der Werbung kreuzten viele Stimmberechtigte nicht auf. Foto: Wekenborg-PlackeTrotz der Werbung kreuzten viele Stimmberechtigte nicht auf. Foto: Wekenborg-Placke

Wallenhorst. In der Andreasgemeinde Wallenhorst und der Paul-Gerhardt-Gemeinde Haste-Lechtingen-Rulle sind neue Kirchenvorstände gewählt worden. Die Wahlbeteiligung ist zurückgegangen und folgt damit dem landesweiten Trend.

Von den insgesamt 2742 Wahlberechtigten in der Andreasgemeinde gaben 223 ihre Stimme  ab. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 8,13 Prozent. Bei den letzten Kirchenvorstandswahlen 2012 waren es noch 11,57 Prozent. Das geht aus den vorläufigen Wahlergebnissen des Kirchenkreises Osnabrück hervor. Ähnlich sieht es in der Paul-Gerhardt-Gemeinde aus. Dort wählten aktuell 6,02 Prozent (2012: 8,59 Prozent) und damit 189 der 3138 Wahlberechtigten. Landesweit sank die Wahlbeteiligung von 18,63 Prozent in 2012 auf 15,32 Prozent. Die Gesamtzahl der Wähler betrug 343.824. Unter dem Motto „Kirche mit mir“ hatte die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover in 1.262 Kirchengemeinden 2.244.498 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Neues Wahlverfahren?

 „Anscheinend ist das Interesse gering, den Kirchenvorstehern auf demokratische Weise den Rücken zu stärken“, vermutet Friedemann Keller, Pastor der Andreasgemeinde, als Grund für die nachlassende Wahlbeteiligung. Vielen sei möglicherweise auch die Verantwortung zu groß, Menschen zu wählen, die sie eigentlich nicht kennen. Keller bezweifelt außerdem, dass bei der nächsten Kirchenvorstandswahl in sechs Jahren das Wahlverfahren in dieser aufwendigen Form aufrecht erhalten werde: „Bei einer einstelligen Wahlbeteiligung stehen Aufwand und Ertrag in keinem Verhältnis.“ Er könne sich beispielsweise auch vorstellen, dass die Kirchenvorsteher im Rahmen einer Mitgliederversammlung der Kirchengemeinde ermittelt werden.

Weitere Kandidaten werden berufen

Direkt für den Kirchenvorstand der Andreasgemeinde wurden Susanne Schenk, Richard Schulz, Heidrun Kopischke, Cirsten Wahmhoff gewählt. In der Paul-Gerhardt-Gemeinde erhielten Jens Bracksieker, Kerstin Strzelecki, Silke Daniek und Holger Riedel die meisten Stimmen. Insgesamt sechs Kirchenvorsteher gehören gemeinsam mit dem Pastor den Leitungsgremien der Andreasgemeinde und Paul-Gerhardt-Gemeinde an. Um das Team komplett zu machen, werden dem Kirchenkreisvorstand in den kommenden Tagen zwei weitere Kandidaten zur Berufung vorgeschlagen. Welche das sein werden, wird erst Anfang der kommenden Woche feststehen. 


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