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Bunte Fassaden statt Einheitsweiß Häuserzeilen an der Wallenhorster Fußgängerzone in neuer Optik

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Wallenhorst. Vor zwei Jahren ging es los: Die Gebäudereihe Niedersachsenstraße mit den Hausnummern 2 bis 16 legte das Einheitsweiß der Neubauten rund um Wallenhorsts „Grüne Wiese“ ab. Nun hat auch die Mehrzahl der weiteren Wohn- und Geschäftshäuser entlang der Fußgängerzone an Rathausallee, Leinengasse und Alter Webschule Farbe aufgelegt bekommen.

Für den Wallenhorster Malerbetrieb Pieper war es ein Großauftrag. „Wir haben 10000 Quadratmeter Fassadenflächen nach und nach eingerüstet und unter die Farbrolle genommen, das ist so viel wie 50 Einfamilienhäuser“, sagte Firmenchef Wiho Pieper.

Bei größeren Eigentümer-Gemeinschaften sei die Auswahl der Farbtöne oftmals nicht einfach. In diesem Fall sei der Prozess professionell von der Hausverwaltung moderiert worden, meinte Pieper. Relativ schnell habe man sich auf das Farbkonzept verständigt, das der Malerbetrieb mit einem Farbenhersteller entwickelte. In einem gewissen Rahmen hätten Mieter mitbestimmen können, in welcher Abfolge die Farben „Lachsorange“, „Französisch-Ocker“ und „Sandfarben“ bei einer neu in Angriff genommenen Gebäudezeile aufgetragen wurden.

„Wahrscheinlich hat Gianni die Farben seiner neuesten Eiskreationen an das Haus malen lassen“, flachste ein älterer Passant. Was aber nicht zutrifft, denn der einmal festgelegte Farb-Kanon wurde an keiner Stelle verlassen. Dass die häufig als „weiße Riesen“ titulierten zweieinhalb- bis dreieinhalbgeschossigen Häuser nun diese Bezeichnung nicht mehr tragen können, wird allgemein begrüßt, wie eine kleine Umfrage unter Einkäufern und Flaneuren ergab. „Besser als vorher“, „Richtig schön“, „Jetzt sieht nicht mehr alles so künstlich hochgezogen aus“, lauten einige der Aussagen. Eine Dame meinte: „Wozu brauchen wir jetzt noch ein Arkaden-Center? Mit dem Anstrich der Hauswände haben die Flächen davor deutlich an Aufenthaltsqualität gewonnen.“


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