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Richtfest im Erweiterungsbau in Wallenhorst – Eröffnung im Juni 2011 Ein Kranz fürs Wabe-Zentrum

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Erweiterungsbau in Wabenform: Bürgermeister Ulrich Belde (r.), FH-Dekan Ulrich Enneking (2.v.r.) und Elisabeth Leicht-Eckardt (5.v.r.) feiern Richtfest im Wabe-Zentrum. Foto: Jörn MartensErweiterungsbau in Wabenform: Bürgermeister Ulrich Belde (r.), FH-Dekan Ulrich Enneking (2.v.r.) und Elisabeth Leicht-Eckardt (5.v.r.) feiern Richtfest im Wabe-Zentrum. Foto: Jörn Martens

Wallenhorst. Scherben bringen Glück – oder doch nicht? Für Elisabeth Leicht-Eckardt war es beim Richtfest für den Erweiterungsbau jedenfalls ein gutes Omen, dass das vom Dachstuhl herabfallende Schnapsglas des dichtenden Bauarbeiters nicht zerbrach. „Wir zerstören hier nichts – wir produzieren nachhaltig“, sagte die Versuchsbetriebsbeauftragte des Wabe-Zentrums.

Waldhof, Aktion, Bildung und Erleben: Dafür stehen die vier Buchstaben des Versuchsbetriebes. Er ist auf dem ökologischen Landbau betreibenden Waldhof der Fachhochschule Osnabrück beheimatet. „Unser Studiengang Ökotrophologie ist hier angesiedelt“, sagte Ulrich Enneking. Der Studiendekan der Agrarwissenschaften erklärte, dass Absolventen des haushalts- und ernährungswissenschaftlichen Faches in der Ernährungsberatung, im Qualitätsmanagement der Lebensmittelindustrie, in der Landwirtschaft oder als Lehrer in Berufsbildenden Schulen arbeiten könnten.

Etwa ein Drittel der Kosten des Erweiterungsbaus trägt die FH, den Löwenanteil übernimmt jedoch die Rut-und-Klaus-Bahlsen-Stiftung, die mit 300000 Euro zwei Drittel beisteuert. Die Stiftung finanzierte schon 2004 maßgeblich die Errichtung des Haupthauses und hat inzwischen 1,5 Millionen Euro in das Wabe-Zentrum gepumpt. „Die Praxisnähe der Bildungsangebote ist für uns das entscheidende Förderkriterium“, sagte Henning Albrecht, stellvertretender Vorsitzender der Bahlsen-Stiftung. Zudem harmonierten die Ziele des Versuchsbetriebes exakt mit jenen, die sich auch die inzwischen verstorbenen Stifter – Keksfabrikant Klaus und Philosophin Rut Bahlsen – auf die Fahnen geschrieben hätten: „Ökologische Landwirtschaft und gesunde Ernährung der Bevölkerung“.

Denn das Wabe-Zentrum ist nicht nur Anlaufstelle für Studenten, sondern auch für Verbraucher und Schüler, die mehr über die Zubereitung der mit nachhaltigen Methoden angebauten Lebensmittel lernen können. Dazu werden bald auch die Seminarräume und die Versuchsküche des Neubaus dienen, der im Juni eingeweiht werden soll. „Das Wabe-Zentrum ist ein Markenzeichen unserer Gemeinde, mit dem wir wuchern können“, sagte Bürgermeister Ulrich Belde.

Die Versuchsbeauftragte Leicht-Eckardt wies zudem auf die Funktion des Wabe-Zentrums als Ort des Austausches zwischen Industrie, Wissenschaftlern und Verbrauchern hin. Gestern hatte sie Vertreter von Wiesenhof und der Verbraucherzentrale zum Thema „Geflügel: Vom Käfig zum Konsum“ geladen, die Ex-Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen moderierte. Zuvor musste Wabe-Betriebsleiterin Regina Cordes aber veranlassen, dass der schwere Kranz für das Richtfest auf den Dachstuhl des Neubaus gebracht wurde. Hier half die Manneskraft der Arbeiter eher als der Spruch von Ingenieurwissenschaftler Klaus Kuhnke, der angesichts des Geflechts fragte: „Ist denn schon der erste Advent?“


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