Männerquote fast erfüllt Wallenhorster Seniorenbeirat besteht aus fünf Frauen und vier Männern

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Der neue Wallenhorster Seniorenbeirat (von links): Hubert Schawe, Marlen Beyer, Gerlinde Schröder, Maria Barz, Ingrid Bienek, Heiner Steffens, Hermann Saalfeld, Katharina Zielke und Heinz Liehr. Foto: Joachim DierksDer neue Wallenhorster Seniorenbeirat (von links): Hubert Schawe, Marlen Beyer, Gerlinde Schröder, Maria Barz, Ingrid Bienek, Heiner Steffens, Hermann Saalfeld, Katharina Zielke und Heinz Liehr. Foto: Joachim Dierks

Wallenhorst. Die dritte Amtsperiode des 2008 ins Leben gerufenen Seniorenbeirats der Gemeinde Wallenhorst ist eingeläutet. In direkter Urwahl bestimmten die mehr als 60 Jahre alten Wallenhorster Bürger die neun neuen Mitglieder.

Wahlberechtigt sind rund 6000 Wallenhorster, also etwa ein Viertel der gesamten Einwohnerschaft. Von diesen erschienen 132 zur Wahlversammlung im Rathaus. Das entspricht zwar nur einer Wahlbeteiligung von 2,2 Prozent. Wahlleiter und Bürgermeister Otto Steinkamp war dennoch recht zufrieden mit dem Interesse der Senioren, ihre Vertreter zu bestimmen. Schließlich gibt es keine Briefwahl, man muss sich schon selber auf den Weg machen. Bei der Wahl vor fünf Jahren waren nur etwa halb so viele Senioren erschienen. Verwaltungssprecher André Thöle führt die diesmal bessere Beteiligung darauf zurück, dass alle Wahlberechtigten einzeln angeschrieben wurden.

Nun hat diese Wahl absolut nichts mit einer politischen Richtungsentscheidung zu tun. Im Gegenteil: Alle Kandidaten verpflichten sich zu parteipolitischer Neutralität. Sie arbeiten ehrenamtlich und konfessionell ungebunden an dem Ziel, Anliegen und Perspektiven älterer Menschen in die öffentliche Diskussion einzubringen. Sie vertreten die Interessen der Senioren gegenüber Rat und Verwaltung und verstehen sich als Ansprechpartner für Themen wie barrierefreies Wohnen oder Gesundheit im Alter.

Die bisherige Vorsitzende Marlen Beyer beschrieb konkrete Projekte, die der Beirat in den vergangenen fünf Jahren im Dienste der älteren Menschen auf den Weg brachte wie etwa die stets aktualisierte Notfallmappe und die Notfallkarte, das Seniorenfrühstück, Theaterfahrten, ein „Mehrgenerationen-Malbuch“ mit Wallenhorster Motiven und Förderung von „Bürgerbus“ und Alltagshilfe „Hand in Hand“.

Steinkamp dankte dem scheidenden Seniorenbeirat für die stets gute Zusammenarbeit. Mit Präsenten verabschiedet wurden Margret Hoppe, Ingrid Knabke, Horst-Udo Gärtner und (in Abwesenheit) Laure Meierrose, die nicht zur Wiederwahl antraten. Erneut kandidierten Hubert Schawe, Marlen Beyer, Gerlinde Schröder und Maria Barz. Sie bilden mit den fünf neuen Gesichtern Ingrid Bienek, Heiner Steffens, Hermann Saalfeld, Katharina Zielke und Heinz Liehr den neuen Seniorenbeirat.

Die als Moderatorin fungierende Beauftragte für Frauen, Familien und Senioren Kornelia Böert zeigte sich erfreut, dass jetzt auch die „Männerquote“ in der Vertretung der Generation 60plus stimme. Immerhin sind jetzt vier Männer in dem Gremium. Zwei von ihnen, Hermann Saalfeld und Heiner Steffens, stehen sogar noch im Berufsleben, wovon man sich ergänzende Perspektiven versprechen dürfe. Physiker Saalfeld kennt sich mit Computern und IT aus, was ein bewunderndes Raunen im Ratssitzungssaal auslöste. Steffens führt für die Stadtverwaltung Osnabrück die Geschäfte des Familienbündnisses und versprach, Anregungen aus dieser Tätigkeit in die Seniorenarbeit einzubringen. Neumitglied Katharina Zielke beging just am Tag ihrer Wahl den 70. Geburtstag – Anlass genug für Peter Papke und sein Akkordeon, ein Geburtstagsständchen für alle zum Mitsingen anzustimmen.

Der neue Seniorenbeirat nimmt seine Arbeit mit der konstituierenden Sitzung am Donnerstag, 5. April, um 15 Uhr im Rathaus auf, zu der Interessierte eingeladen sind.

Sprechstunde ist stets an jedem ersten Donnerstag im Monat im Rathaus, Zimmer 1.25, von 10 bis 12 Uhr. In dieser Zeit sind Mitglieder des Seniorenbeirates auch unter 05407/ 888912 zu erreichen.


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