Ein Kandidat und sechs Kandidatinnen Wallenhorster Protestanten wählen Kirchenvorstand

Meine Nachrichten

Um das Thema Wallenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Stellen sich am 11. März zur Wahl für den Kirchenvorstand der Andreasgemeinde (von links) Sonja Friedrich-Peters, Barbara Bender, Heidrun Kopischke, Richard Schulz, Susanne Schenk, Katharina Sickendieck und Kirsten Wahmhoff. Foto: Friedemann KellerStellen sich am 11. März zur Wahl für den Kirchenvorstand der Andreasgemeinde (von links) Sonja Friedrich-Peters, Barbara Bender, Heidrun Kopischke, Richard Schulz, Susanne Schenk, Katharina Sickendieck und Kirsten Wahmhoff. Foto: Friedemann Keller

Wallenhorst. „Kirche mit mir“ lautet das Motto der Kirchenvorstandswahlen, zu denen am 11. März alle wahlberechtigten Mitglieder der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte aufgerufen sind. In der Andreasgemeinde in Wallenhorst können rund 2700 Wahlberechtigte ab 14 Jahren ihre Stimme für einen neuen Kirchenvorstand abgeben.

„Ich hoffe, dass die Wahlbeteiligung so hoch ist, dass die Andreasgemeinde wie auch schon in der Vergangenheit an der Spitze im Kirchenkreis liegt“, sagt Pastor Friedemann Keller. Sechs Kirchenvorsteher sind zu besetzen, sieben Kandidaten stellen sich am Sonntag für eine Amtszeit von sechs Jahren zur Wahl. Die zu finden, sei nicht so ganz einfach gewesen, erinnert sich Keller. Daher sei er froh, dass es trotzdem gelungen ist, Bewerber mit ganz unterschiedlichen Begabungen gefunden zu haben.

Unterschiedliche Gründe

Einige der Kandidaten treten aus ganz unterschiedlichen Gründen zum ersten Mal an: „Kirche muss ein Ort für Halt und Orientierung sein“, wünscht sich Barbara Bender (36). Im Falle eines Einzugs in den Kirchenvorstand will sich die selbstständige Immobilienmaklerin für den Zusammenhalt von Alt und Jung einsetzen. Sonja-Friedrich Peters (48) ist über die Angebote für  Kinder in Kontakt mit der Kirchengemeinde gekommen: „Diesen Bereich zu unterstützen, damit die Kirche mit ihren bestehenden Angeboten noch mehr Kinder und ihre Familien erreicht, kann ich mir gut vorstellen.“ Debütantin Katharina Sickendieck (33) schätzt die Andreasgemeinde vor allem wegen ihrer vielen Projekte. Dort möchte sie ihre Erfahrungen, die sie als Industriekauffrau mit  Strukturierungsmaßnahmen gesammelt hat, bei der „Verschlankung von Arbeitsabläufen“ einsetzen.

Modernes Fundraising System

Die weiteren Kandidaten sind bereits Mitglieder des Gremiums: Steckenpferde weiter mitgestalten, aber auch Neues auf den Weg zu bringen, bestimmt ihre Motivation für die erneute Kandidatur. Grundschullehrerin Heidrun Kopischke (60) möchte sich weiterhin um die Jugendarbeit und die Auszeitgottesdienste kümmern, Elektrotechniker Richard Schulz (28) will sich wie bisher vor allem auf bauliche Fragen konzentrieren. Kirsten Wahmhoff (38) tritt bereits zum dritten Mal an: Die Realschullehrerin liegt die Anbindung von Familien an die Gemeinde am Herzen. Susanne Schenk (47), Lehrerin für Pflegeberufe, wünscht sich nach vierjähriger Erfahrung im Kirchenvorstand, unter anderem die ungeliebte Ortskirchensteuer durch ein modernes Fundraising System zu ersetzen. Nicht mehr zur Wahl stellen sich nach jeweils 18 Jahren Amtszeit die Kirchenvorsteher Klaus Havliza und Johannes Andrews.

Besondere Herausforderungen

Wer am 11. März seine Stimme abgibt, trage dazu bei, dass auch seine eigenen Interessen über den Kirchenvorstand gewahrt werden, wirbt Friedemann Keller für eine erneut hohe Wahlbeteiligung. Die Aufgaben des Gremiums sind vielfältig. Gemeinsam mit dem Pastor entscheiden die Kirchenvorsteher unter anderem über Personal, Finanz- und Haushaltsfragen, koordinieren die Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit und verwalten Gebäude und Grundstücke. In der Andreasgemeinde ist das ein Bereich, der zukünftig mit besonderen Herausforderungen verbunden sein wird: „Das Kirchen- und Gemeindegebäude kommt langsam in die Jahre und es steht Renovierungsbedarf an“, sagt Keller. Knapper werdende Kassen machten diese Aufgabe nicht einfacher.

Schon mit 14 Jahren

Gewählt werden kann in der Zeit von 8 bis 18 Uhr im Wahlbüro der Andreasgemeinde oder im Vorfeld per Briefwahl. Die Unterlagen konnten mit einer Benachrichtigungskarte angefordert werden, die die Landeskirche Anfang Februar erstmalig in Form eines Selfmailers verschickt hat. Diese moderne Form der Briefsendung sollte vor allem Jugendliche ansprechen, die erstmalig schon mit 14 Jahren ihre Stimme bei einer Kirchenvorstandswahl abgeben dürfen. Bislang lag das Mindestalter bei 16 Jahren.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN