Italienische Schülergruppe empfangen Städtepartnerschaft zwischen Wallenhorst und Priverno belebt

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Wallenhorst. Vor zehn Jahren erfolgte die Unterzeichnung der Städtepartnerschaft mit der italienischen Stadt Priverno, die gegenseitige Besuche folgen ließ. Nach einer längeren Pause ist in dieser Woche wieder eine Schülergruppe in Wallenhorst zu Gast. Bürgermeister Otto Steinkamp begrüßte die neun Schülerinnen und ihre Lehrerinnen jetzt im Rathaus.

„Es freut mich, dass es mit dem Austausch geklappt hat, nachdem wir im letzten Oktober in Priverno waren“, brachte der Gemeindechef seine Freude über den Besuch der italienischen Gäste zum Ausdruck. Nachdem es einige Zeit lang still um die partnerschaftliche Beziehung geworden war, hatte der Besuch einer Wallenhorster Delegation im vergangenen Herbst wieder Leben in die Städtepartnerschaft gebracht: Gemeinsam mit Anna Maria Bilancia, Bürgermeisterin von Priverno und Leiterin des Gymnasiums von Priverno, verständigte man sich darauf, mit den Planungen für einen Schüleraustausch zu beginnen.

Trotz Sprachbarrieren neugierig

Damit setzen die Partner fort, was sie bereits im Frühjahr 2014 mit gegenseitigen Besuchen von Drittklässlern der Erich-Kästner-Schule und italienische Grundschülern auf den Weg gebracht hatten. Für die Neuauflage vier Jahre später wurde die Wallenhorster Alexanderschule mit ins Boot genommen: Acht Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klasse begleiten eine Woche lang neun Schülerinnen des Gymnasiums „Teodosio Rossi“ bei ihren Unternehmungen im Osnabrücker Land und darüber hinaus. Schulleiter Arne Willms unterstützt den Austausch zwischen deutschen und italienischen Schülern gerne: „Wir hoffen, dass die Partnerschaft zwischen den Städten wächst. Dafür ist der Anfang jetzt gemacht.“ Seine Schüler seien trotz mancher Sprachbarrieren neugierig auf Menschen anderer Kulturen. Ein Aspekt, den auch Bürgermeister Steinkamp betonte: „Gerade, weil zur Zeit die populistischen Parteien ein Stück weit an Boden gewinnen, ist es ganz wichtig, dass sich Menschen begegnen und gegenseitig besuchen.“

Europäischer Gedanke

Auch der begleitenden Lehrerin Aquilina Olleia ist der europäische Gedanken wichtig: „Wir wollen durch diesen Besuch einen weiteren und tieferen Blick auf Europa gewinnen“, erklärte sie übersetzt durch Dolmetscherin Elke Kluth. Zugleich sei das italienische Gymnasium an Praktikumsplätzen für ihre Schüler in hiesigen Unternehmen interessiert. Davon erhoffe man sich, die deutsche Arbeitswelt kennenzulernen und Vergleiche zur italienischen herzustellen.

Einblick in die deutsche Schulwelt haben die Gäste bereits gewonnen: Alexanderschülerin Adelina Kolker hat die Gäste durch das Schulgebäude an der Maria-Montessori-Straße geführt und gemeinsam dabei festgestellt, erzählt sie schmunzelnd, dass das italienische Gymnasium gar keinen Sanitätsraum habe. Neben einer Führung durch Wallenhorst und Osnabrück sind das Klimahaus Bremerhaven und der Zoo Osnabrück weitere Programmpunkte, zu denen die Gäste aus Priverno von ihrer Unterkunft in der Hollager Mühle aufbrechen werden. 


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