Zum Nachdenken und Mitfiebern Gesamtschule Schinkel zeigt Theater-Fußball-Abend

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Osnabrück. Der Ball ist rund. Wir sind alle ein Stück Weltmeister. Vierundfünfzig, vierundsiebzig, neunzig, zweitausendvierzehn. Fußball bewegt Menschen. Und die Gedanken, die sich Schüler der Gesamtschule Schinkel zum Thema machen, ergeben einen spannenden Theaterabend. Ganz ehrlich.

Im Forum der Schule hatte nun die neue Theaterproduktion des Kurses „Darstellendes Spiel“ Premiere. Unter dem Titel „Fußball – (k)eine runde Sache“ zeigen die rund 30 Teilnehmer eine gute Stunde lang, was sie über das Thema denken. Zwei weitere Aufführungen folgen.

Lummerland gewinnt gegen Großbritannien

Da ist zum Beispiel die Szene, in der sich Großbritannien und Lummerland als Austragungsort der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft bewerben. Die Briten verweisen auf ihre Weltoffenheit, die gut ausgebildeten Sicherheitskräfte und die englische Kultur. Lummerland dagegen verteilt Goldtaler – ja genau: die, die mit Karamell gefüllt sind und die die Zähne so schön zusammenkleben – im Publikum. Im Anschluss stimmen die Zuschauer über die beiden Bewerbungen ab. Lummerland gewinnt.

Es sind Szenen wie diese, aber auch Lieder wie etwa „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani oder „We are the Champions“ von Queen sowie Tanzszenen, die die Schüler unter Anleitung der Lehrerinnen Rebekka Möller und Leonie Kerksiek kommentarlos aneinander reihen. Wobei die Leiterinnen nicht müde werden, zu betonen, dass der Abend wirklich aus Ideen der Schüler entstanden ist und sie bestenfalls hier und da einen Schubs in die richtige Richtung gegeben haben. Wie etwa bei den szenisch vorgetragenen Gedichten von Joachim Ringelnatz.

Choreografien

Für die wahrlich nicht immer leichten, aber durchaus kurzweilig anzuschauenden Choreografien zeichnet Henrike Langsenkamp verantwortlich. Die musikalische Leitung des Abends mit einer sechs Schüler starken Band liegt in den bewährten Händen von Axel Gerdes. Fairerweise muss aber dazu gesagt werden, dass der Abend vor allem eine fulminante Gesamtleistung der beteiligten Schüler darstellt.

Denn die zeigen nachdrücklich, dass Theater nicht nur aus linear abgespielten Szenen bestehen muss, sondern durchaus ein Mittel sein kann, das Emotionen darstellt und verarbeitet. Bestimmt kann dabei nicht jeder Zuschauer alle Aussagen der Jungen und Mädchen unterschreiben – aber zum Nachdenken regt der Abend allemal nachhaltig an.

Weitere Aufführungen von „Fußball – (k)eine runde Sache“ am Donnerstag und Freitag, 8. und 9. März, jeweils um 19.30 Uhr im Forum der Kooperativen Gesamtschule Schinkel.


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