Feierliche Übergabe Neuer Rüstwagen für Wallenhorster Feuerwehr

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awen Wallenhorst. „Ich dachte, Sie hätten Ihr Wochenendboot hier hingestellt“, parierte Pfarrer Dietmar Schöneich, als er fast vergessen hätte, das Schlauchboot ebenfalls mit Weihwasser zu benetzen, das zur Ausrüstung des neuen Rüstwagens dazugehört. Gemeinsam mit dem evangelischen Kollegen Friedemann Keller hatten beide zuvor die Neuanschaffung der Freiwilligen Feuerwehr Wallenhorst gesegnet.

In das Einsatzfahrzeug hat die Gemeinde knapp 450000 Euro investiert. Viel Geld für einen Lastwagen, der gebraucht wird, wenn Leib und Leben von Mitbürgern in Gefahr sind. Eben deshalb wurde der Vorgänger nach 32 Jahren wegen mangelnder Zuverlässigkeit ausgemustert.

Extrem stabilen Fahrerkabine

Das neue Zugpferd bringt 360 PS auf die Straße, und ist, wie Roland Tischler vom Chassis-Hersteller Scania erklärte, für „solide Einsätze“ konzipiert. Davon ist auch Gemeindebrandmeister Ulrich Beimesche überzeugt und berichtet von Details wie der extrem stabilen Fahrerkabine. Dennoch glaubt er kaum, dass die Elektronik in dem neuen Rüstwagen ebenfalls 32 Jahre hält. „Die ist sehr hilfreich, aber Mechanik hält länger“, fürchtet Beimesche. Der bedankte sich nicht nur beim Gemeinderat, sondern vor allem bei seinen Kollegen Dieter Bockgrawe und Frank Broermann. Die haben laut Beimesche in nächtelanger Kleinarbeit die notwendigen Details für die Verwaltung zusammengetragen.

Kapazitätsengpässe

Auch Bürgermeister Otto Steinkamp wies darauf hin, wie gut Verwaltung und Feuerwehr bei der Beschaffung zusammengearbeitet haben. Von der ersten Planung bis zur Auslieferung sind drei Jahre vergangen. Dank der Unterstützung der Feuerwehr sei es möglich gewesen, „messerscharf“ zu kalkulieren. Denn „nicht alles ist „nigelnagelneu.“ Das Fahrzeug schon, doch die Ausrüstung stammt zu 60 Prozent aus dem Bestand. Gerne hätte Steinkamp den Lkw bereits ein Jahr früher übergeben, doch nicht nur in der Verwaltung, auch bei privaten Firmen gebe es derzeit Kapazitätsengpässe.

Zugeschnittene Ausstattung

Das Chassis kommt von Scania, den Ausbau – und damit die auf die spezifischen Bedürfnisse und Geräte zugeschnittene Ausstattung – hat eine Spezialfirma in Baden-Württemberg übernommen. Auch die nächsten beiden Fahrzeuge werden auf Scania-Basis gebaut. Dies sei zwar für die Ausbildung der Fahrer ein Vorteil, aber so nicht geplant gewesen, heißt es. Wie Beimesche am Rande erläuterte, werden derartige Aufträge inzwischen europaweit ausgeschrieben. Dieses aufwendige Verfahren habe letztlich die KWL durchgeführt, die Kommunale Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft in Hannover.

Nach dem offiziellen Teil feierten die Feuerwehrleute mit Kollegen aus angrenzenden Bezirken sowie Gästen aus Politik und Verwaltung. Für den Imbiss hatten die Malteser Hunteburg gesorgt.


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