Antrag am Dienstag im Ausschuss UWG will Wallenhorster Rathausallee für Autos öffnen

Von Constantin Binder


Wallenhorst. Wird die derzeit als Fußgängerzone ausgewiesene Rathausallee in Wallenhorst wieder für den Autoverkehr geöffnet? Das jedenfalls will die UWG mit einen Antrag bewirken, der am Dienstag im Ausschuss für Bauen, Planen, Straßen und Verkehr behandelt wird.

„Unsere Fußgängerzone ist eine Schlafzone“, sagt Stefan Düing von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Wallenhorst (UWG). Sie sei vor etwas mehr als 20 Jahren „künstlich angelegt“ worden und habe seitdem nicht mit Leben gefüllt werden können, sagt er, und seine Fraktionskollegin Marion Müssen ergänzt: „Die Außenwirkung ist katastrophal.“ Die UWG-Fraktion hat deshalb den Antrag an den Rat gestellt, die Rathausallee und ihre beiden Querstraßen, die Leinengasse und die die Alte Hofstelle, zu sanieren und für den PKW-Verkehr zu öffnen. Das sei aus ihrer Sicht „sinnvoll, um bestehende Geschäfte in ihrer Tätigkeit zu unterstützen und neue Geschäfte anzusiedeln“.

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Zustand der Straßen „absolut mangelhaft“

Müssen, Düing und das dritte Fraktionsmitglied Stefan Botterhuis argumentieren, dass für die Sanierung der „absolut mangelhaften“ Straßen im Zentrum bis 2021 ohnehin eine Million Euro eingeplant sei. Sie plädieren dafür, den Bereich in diesem Zuge so umzugestalten, dass er wieder befahren werden kann: „Man könnte die Rathausallee von der Pflasterung an die Große Straße angleichen“, regt Müssen an; außerdem sollten Parkmöglichkeiten vor den Geschäften angelegt werden. Dies solle unabhängig von der Entwicklung auf der „Grünen Wiese“ geschehen, für dessen Bebauung der Hamburger Investor HBB derzeit juristisch kämpft.

Verwaltung lehnt Vorstoß ab

Am Dienstag wird sich zuständigkeitshalber der Ausschuss für Bauen, Planen, Straßen und Verkehr mit dem Vorstoß befassen. Doch während der Vorstoß auch außerhalb der UWG-Fraktion durchaus Zustimmung findet, hat die Verwaltung ihm in ihrer Beschlussvorlage bereits eine Absage erteilt – eine lebhafte Debatte dürfte also sicher sein.

Wie fährt der Bus künftig durch Rulle?

Kontrovers diskutiert werden dürfte auch die künftige Buslinienführung in Rulle, über die im Zuge der geplanten Dorferneuerung ebenso entschieden werden soll wie über die Gestaltung des Andachtsplatzes am St. Bernardsweg und das Pflastermaterial. Ebenso auf der Agenda des Ausschusses stehen das Einzelhandelskonzept der Gemeinde sowie ein Antrag der Siedlergemeinschaft Hollage auf Aufhebung der Straßenausbaubeitragssatzung.

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Die öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen, Straßen und Verkehr beginnt am Dienstag, 27. Februar, um 17:30 Uhr im Ratssaal des Rathauses. Eine Einwohnerfragestunde findet wie üblich 15 Minuten vor Sitzungsbeginn statt.