„Wilder Westen“ für 280 Frauen Hollager KFD-Frauen in Feierlaune beim Karneval

Von Claudia Sarrazin


Wallenhorst. Die Karten waren ratzfaz weg: Für 280 Frauen war beim Karneval der Hollager katholische Frauengemeinschaft (KFD) Platz im Gasthaus Barlag. Der Saal war voll, die Stimmung sehr gut und das Programm mit viel Liebe zum Detail zum Größtenteil von den Frauen selbst vorbereitet.

„Der wilde Westen“, lautete das Motto des KFD-Karnevals in Hollage, und von der Bühne blickten der Elferrat und die beiden KFD-Präsidentinnen Birgit Bergmann und Rita Stolte in einen Saal verkleideter Frauen: Es gab viele Cowboys so manchen Indianer, einige Salondamen und ein Elvis hatte sich unter die Frauen gemischt.

Abkürzungen sorgen für Verwirrung

Auf der Bühne befassten sich unter anderem Pastor Carsten Heyer sowie Gemeindereferentin Gisela Püttker und Kirchenmusikerin Maria Hartelt mit Hollager Themen: Püttker stand dabei mit Abkürzungen auf Kriegsfuß: „Carsten, du als Diabetiker kennst dich ja vielleicht mit BE aus: Was haben Broteinheiten im Gottesdienstplan zu suchen?“ Der Pastor klärte auf: „BE HO heißt ganz einfach: Beichte Hollage.“ Kurz darauf erinnerte sich Püttker, dass sie anfangs bei der Abkürzung „PNH“ immer dachte, es sei von ihr die Rede: „Passt nicht hierhin.“ Worauf Heyer meinte: „Lass uns lieber nicht vom PNH, dem Philipp-Neri-Haus, reden. Wenn man in dem Zusammenhang die Worte ,passt nicht hierhin‘ verwendet, ist das – glaube ich – ein ziemlich heißes Eisen.“

Philip-Neri-Haus ist Gesprächsthema

Während die drei von der Kirche sich auf andere Abkürzungen stürzten, kam Anneliese alias Angelika Menke genüsslich auf das Philipp-Neri-Haus zurück: „Der Heimat- und Wanderverein will das Haus ja erhalten, weil es zu Hollage gehört und so schön zu Grundschule aussieht“, so Anneliese, die verkündete: Sie sei aber ganz auf Seiten des Pastors, also für den Abriss. Und sie hätte da auch schon eine Idee, wie man bei der Entsorgung sparen könnte: „Den Bauschutt schieben wir abends - wenn es keiner merkt - zu Römermanns rüber, und wenn Strößner abgerissen wird dort hin – dann sparen wir 100.000 Euro.“

Frida erstmals mit dabei

Für Menke war es ihr 20. Auftritt, weshalb sie diesmal auch ihre Freundin Frida alias Heinz Assies begleitete. Diese hatte sie all die Jahre zuvor stets „abgehängt“, bevor sie in den Saal kam. Daher wurde Frieda ordentlich bejubelt.

Abschiedsauftritt

Kein Jubiläum, aber dennoch einen besonderen Auftritt hatte das Männerballet des Kolping Karnevals Clubs (KKC) Hollage: Die Truppe steht in dieser Session das letztes Mal in der bekannten Formation auf der Bühne, wie die Moderatorinnen des Abends, die KFD-Präsidentinnen erzählten. Ein bedauerndes „Oooh, nein“, ging ob dieser Ankündigung durch den Raum. Bedauern gab es auch, als die „ältestes Tanzgruppe im KKC“ bei der Zugabe des Männerballets auf die Bühne kam und klar wurde: Auch diese Tanzgruppe wird sich auflösen.

Sketche, Tänze und Schlagerparade

Erhalten bleiben werden den Frauen jedoch die beliebten Tanzgruppen „Lovley Lady“ und „Los Cellulitas“. Und für ausnahmslos gute Laune sorgten die Sketche und die „Schagerparade“. Spätestens beim „Westernmedley“ hielt es keine mehr auf den Sitzen und das offizielle Programm ging in eine Party über.

Gute Stimmung bei den Frauen

„Ich bin seit 40 Jahren mit dabei, hier ist eine Bombenstimmung“, berichtete Margarete Hörnschemeyer. Monika Bockholt gefiel am KFD-Karneval vor allem: „Hier ist alles hausgemacht, die Büttenrede und die Tanzgruppen, nur das Männerballet ist nicht von der KFD.“ Anne Kühl hingegen freute sich, „alte Bekannte“ wieder getroffen zu haben, und Sophie Klein erklärte: „Es ist unheimlich lustig und man kann schön feiern.“