Initiatoren informieren über Linie Bürgerbus auf Vorstellungsrunde durch Wallenhorst

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Wallenhorst. Ein „Bürgerbus zum Anfassen“ machte die Runde durch die vier Ortsteile: Die Initiatoren nutzte den Wochenendeinkauf der Wallenhorster, um das Gefährt einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

„Einmal anschnallen bitte“, heißt es, bevor sich der Kleinbus auf dem Parkplatz des Wallenhorster E-Centers in Bewegung setzt. Nach dem Start in Hollage geht es jetzt weiter zum Einkaufscenter in Lechtingen. Nach einem halbstündigen Stop markiert der Markant Markt in Rulle den Endpunkt der Tour. „Wir wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen und einen Bürgerbus zum Anfassen bieten“, erläutert Marion Müssen das Ziel der Rundfahrt. Sie ist Motor der Initiative, hat aber mittlerweile ein festes Unterstützerteam an ihrer Seite. Gemeinsam verteilen sie Flyer, sprechen Bürger an und weisen auf die Bedarfsabfrage hin, die der aktuellen Ausgabe des Bürgerechos beiliegt. Die Ergebnisse sollen, so die Hoffnung der Initiatoren, Aufschluss über Bedarfe und die künftige Linienführung geben.

Bis zu 350 Kilogramm zulässig

Es ist nicht leicht an diesem Vormittag: Schneidend kalt ist es und jeder möchte schnell zu seinem Auto oder seine Einkäufe erledigen. Die Bürgerbus-Gruppe zeigt sich trotzdem zufrieden mit der Resonanz, ist aber auch froh, als sie wieder im geheizten Kleinbus sitzt. Interessierte Bürger sind nicht dabei: Sie dürfen aus versicherungstechnischen Gründen nicht mitgenommen werden. Acht Sitze bietet das Gefährt, im Eingangsbereich ist noch Platz für einen Kinderwagen oder einen Rollstuhl, denen der Einstieg über eine ausklappbare Rampe erleichtert werden kann. Auch ein elektrischer Rolli darf transportiert werden: „Bis zu 350 Kilogramm sind zulässig“, erläutert Engelbert Rauen, zweiter Vorsitzender der Bürgerbuslinie Schüttorf Ohne Wettringen. Der Verein hat ihren Kleinbus für die Rundtour zur Verfügung gestellt und auch ihren langjährigen Fahrer Johann Steinicke mitgebracht. Seit acht Jahren unterstützt er die ehrenamtliche Initiative nicht nur am Steuer, sondern auch als erster Vorsitzender. Der stundenweise Umstieg vom Pkw auf den sieben Meter langen Kleinbus habe ihm vor acht Jahren keine Probleme bereitet: „Jeder kann nach einer kurzen Eingewöhnungszeit einen solchen Bus fahren“, ist er überzeugt.

Bildschirm hinter der Fahrerkabine

Während der Fahrt über die B68 zum Lechtinger E-Center sorgt ein Bildschirm hinter der Fahrerkabine für informative Unterhaltung:  Firmen aus der Region Schüttorf haben dort ihre Werbung geschaltet, was dem Verein zusätzliche Einnahmen bringt: Bis zu 4000 bis 5000 Euro könnten dadurch jährlich auch in die Kasse der Wallenhorster Bürgerbuslinie gespült werden, meint Müssen.

Fragebögen ausgewerten

Die To-do-Liste für die nächsten Wochen hat sie genau im Kopf: Am 5. Februar sollen die Fragebögen ausgewertet und eine Linienführung ausgearbeitet werden. Außenbereiche wie Brockhausen, den Gruthügel, Rulle-Ost und im Idealfall auch den Bahnhof im nordrhein-westfälischen Halen anzubinden, gehört dabei zu den Hauptzielen der Initiative. Unterstützt werden sie von der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) und der Weser-Ems-Bus GmbH. Sie ist Konzessionärin der geplanten Bürgerbuslinie und leistet zugleich Hilfestellung in Sachen Fahrertraining. Bislang hätten, so Müssen, 14 Personen Interesse an dem ehrenamtlichen Fahrdienst bekundet. Für den 21. März ist die Gründung des Vereins geplant, der die Geschicke des Bürgerbusses lenken soll.


Am Freitag, 26. Januar, wiederholt die „Pro Bürgerbus“ – Initiative ihre Rundfahrt durch die Gemeinde. Antreffen kann den Bürgerbus um 9 Uhr am Markant-Markt in Rulle, um 10.15 Uhr am Edeka-Center in Lechtingen, 11.30 Uhr am Edeka-Center in Wallenhorst und 12.45 Uhr am Edeka-Center in Hollage.

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