2722 Euro eingesammelt Tannenbaumaktion der Hollager Kolpingsfamilie und Messdiener



Wallenhorst. „Oh, Tannenbaum, oh Tannenbaum, du fliegst heut´ hochkant aus dem Raum“, heißt ist es im Werbesong eines schwedischen Möbelhauses. Vermutlich mit etwas weniger Schwung trennten sich am Samstag auch die Hollager von ihren Christbäumen. Unterstützt wurden sie dabei von der Hollager Kolpingsfamilie und Messdienern, die die ausgedienten Tannen vor der Haustür abholten.

„Das hat sich gut eingespielt und macht richtig Spaß“, sagt Hubert Wächter von der Hollager Kolpingsfamilie. Seit zehn Jahren organisiert er die Aktion, die Thomas Steinkamp vor 20 Jahren ins Leben gerufen hat. Dahinter steckt ein mittlerweile ausgeklügeltes System: 25 Ministranten und Kolpinger machen sich zu früher Stunde auf fünf Traktoren auf ihren Weg durch die Ortsteile. Wer den Tannenbaum nicht selbst als Brennholz im eigenen Kamin verfeuern will, hat ihn vorher in Listen angemeldet, einen Obolus entrichtet und das gute Stück an die Straße gestellt.

915 Christbäume

Sage und schreibe 915 Christbäume hätten die Kolpinger in diesem Jahr auf dem Zettel, berichtet Wächter. Anders als in den Anfangsjahren der Aktion landen die ausgedienten Exemplare nicht auf der Deponie, sondern werden wieder auf dem diesjährigen Osterfeuer der Kolpingsfamilie in Flammen aufgehen: „Der Aufwand ist zu groß, um dafür extra das Holz zusammenzusuchen“, erläutert Organisator Wächter. Zwischengelagert werden die Nadelbäume bei einem Hollager Landwirt. Ihm und den weiteren Hollager Bauern, die die Aktion auf ihren Traktoren begleiten, gilt sein besonderer Dank: „Die Landwirte sind immer sehr aufgeschlossen, ihre Felder für Bäume und Osterfeuer zur Verfügung zu stellen.“ Das helfe den Kolpinger sehr, da es immer schwieriger werde, zentrale Flächen zu finden. Früher genutzte Gebiete wie das am Fiesteler Bach sind mittlerweile bebaut.

Warnwesten und Arbeitshandschuhe

Während die einen ausgestattet mit Warnwesten und Arbeitshandschuhen die Bäume auf der Ladefläche stapelten, machten sich die anderen an anderer Stelle warm: „Die Ministranten bereiten für die Mannschaft ein Frühstück und zum Abschluss eine Suppe im Philipp-Neri-Haus vor“, erzählt Wächter.

Fahrt zum Katholikentag

Insgesamt 2722 Euro sind bei der diesjährigen Tannenbaum-Aktion zusammengekommen. Den Erlös teilen Kolpinger und Messdiener unter sich auf. „Bei den Kolpinger wird davon“, erklärt Wächter, „die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an Bildungs- und Freizeitangeboten bezuschusst.“ Im vergangenen Jahr sei davon die Fahrt einer Firmgruppe zum Katholikentag in Leipzig mitfinanziert worden.


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