Ein Artikel der Redaktion

Von Ellen Foley bis Purple Rising Heimathaus Twist stellt neues Halbjahresprogramm vor

Von Tim Gallandi | 12.01.2017, 17:26 Uhr

Der gewohnte Mix aus neuen Gästen und bekannten Publikumslieblingen charakterisiert das neue Halbjahresprogramm des Twister Heimathauses. Namhaftester Neuling ist US-Sängerin Ellen Foley. Zur Phalanx der Tributebands stoßen Purple Rising mit Interpretationen der Hardrockklassiker von Deep Purple.

Wie es bei der Programmvorstellung im Heimathaus üblich ist, waren die Gäste erneut aufgefordert, mit einem Quiz den Bands und Solokünstlern der kommenden Monate näherzukommen. Teamchef Dennis Niemeyer hatte Bilder und Gegenstände bereitgelegt, die jeweils einen der insgesamt 18 Acts (an manchen Abenden spielen mehrere Bands) repräsentierten. Dabei war es des Öfteren hilfreich, um die Ecke zu denken.

Die wohl leichteste Übung stellte das Foto von Mount Rushmore dar. Das Felsdenkmal, das vier bedeutende US-Präsidenten zeigt, griffen Deep Purple einst für das „In Rock“-Plattencover auf. Purple Rising wiederum präsentieren deren legendäre Songs wie „Smoke On The Water“ oder „Child In Time“. Am Samstag, 8. April, tun sie das im Heimathaus.

Wiedersehen mit Achtung Baby

Die Wollmütze stand für die Kopfbedeckung, die U2-Gitarrist The Edge seit den „Achtung-Baby“-Zeiten bevorzugt. Achtung Baby heißt auch die U2-Tributeband, die bereits im April 2016 einen umjubelten Auftritt in Twist hinlegte. Zu einem Wiedersehen in der Konzertstätte im Moor und einem Wiederhören von Titeln wie „One“ und „Where The Streets Have No Name“ kommt es am Samstag, 1. April.

Dass das The-Clash-Album „Combat Rock“ auf die Sängerin Ellen Foley hinwies, hatte folgenden Grund: Anfang der 1980er Jahre arbeitete Foley mehrfach mit Joe Strummer, Mick Jones & Co. zusammen. In „Hitsville UK“ war sie Strummers Duettpartnerin; später soll sie Jones zu „Should I Stay Or Should I Go“ inspiriert haben. Schon zuvor hatte sich die aus St. Louis stammende Künstlerin einen Namen als Interpretin des Pop und Rock gemacht. Zu ihren bekanntesten Songs zählt „We Belong To The Night“. Nach 30 Jahren ohne neues Solomaterial, während denen sie auch als Schauspielerin am Broadway und in Hollywood tätig war, veröffentlichte Foley 2013 ihr Comebackalbum „About Time“. Im Heimathaus gastiert sie mit ihrer Band am Freitag, 17. März.

Bluesrock im Schottenrock

Karierter Stoff repräsentierte die Bluesrock-Combo King King, da deren Frontmann und Mastermind Alan Nimmo auf der Bühne mit Vorliebe Schottenrock trägt. Davon und von den Live-Qualitäten der Band aus Glasgow kann sich das Heimathaus-Publikum am Samstag, 18. März, überzeugen.

Ebenfalls Blues mit Rock‘n‘Roll-Attitüde ist das Markenzeichen von Jane Lee Hooker. Die fünf Frauen aus New York – im Quiz durch Fotos von Janis Joplin und Robert Plant symbolisiert – spielen am Samstag, 4. März, in Twist. Mitbringen werden sie unter anderem die Songs ihres 2016er Debütalbums „No B!“

Festivals des Folk und Blues

Der Samstag, 25. März, steht mit dem Irish Spring Festival im Zeichen des Folk. Gleiches gilt für den Auftritt von The Cannons am Samstag, 25. Februar. Sean Cannon, der einst mit den Dubliners zusammenarbeitete, präsentiert mit seinen Söhnen James und Robert irische Folkklassiker nebst eigenen Interpretationen der Werke von Johnny Cash, Bob Dylan oder Hank Williams.

Fest verankert im Programm ist seit Jahren das Festival „Blues in den Mai“ am Abend vor dem 1. Mai. Diesmal dabei ist unter anderen die Lisa Lystam Family Band, mit einem Soundmix aus Blues, Roots und Rock. Auf dem aktuellen Album der schwedischen Band hat auch Thorbjørn Risager , im Heimathaus ein alter Bekannter, als Gastmusiker mitgewirkt.

So viele Konzerte wie Schachfelder

Zu den musikalischen Institutionen in Twist zählen die CCR Revival Band, diesmal am Freitag, 3. März, auf der Heimathaus-Bühne, sowie – keine Überraschung – die Simon & Garfunkel Revival Band , im Ratespiel durch ein Schachbrett vertreten. Das hat 64 Felder – und auf ebenso viele Auftritte in Twist kommt die Tribute-Combo um Michael Frank und Guido Reuter bald: Die Konzerte Nummer 63 und 64 am 11. und 12. Februar sind allerdings schon ausverkauft.