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Kreis untersucht Schulanfänger Viele schlanke Kinder mit gesunden Zähnen im Emsland

Von Hermann-Josef Mammes | 14.07.2014, 15:57 Uhr

Zu den Hauptaufgaben des Gesundheitsamtes im Landkreis Emsland gehören die Untersuchungen der Schulanfänger. Dabei zeigt sich, dass im Emsland die Zahl der Einschulungskinder in den vergangenen drei Jahren um 500 auf 3000 gesunken ist. Abgenommen hat proportional die Zahl der übergewichtigen Erstklässler.

Wie Amtsleiterin Birgit Stoßberg im Ausschuss für Arbeit, Soziales und Integration in Haren sagte, verringerte sich die Prozentzahl seit 2010 von neun auf sieben Prozent im Emsland. Im Landesdurchschnitt waren es im vergangenen Jahr immerhin zehn Prozent.

„Die Impfraten für Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung sind mit 97 Prozent auf gutem Niveau“, sagte sie. Für Masern, Mumps, Röteln und Hepatitis B beträgt die Impfrate 95 Prozent. Stoßberg hob in diese Zusammenhang die gute Kooperation mit den niedergelassenen Kinderärzten hervor.

Bemerkenswert bei den Schuluntersuchungen im Emsland sei zudem, dass „Jungen doppelt so häufig wegen irgendwelcher Auffälligkeiten zurückgestellt werden müssen wie Mädchen. Weiter stellte das Gesundheitsamt fest, dass 99,5 Prozent der Kinder vor der Schule eine Kindertagesstätte besucht haben.

Leicht rückfällig sei die Zahl der Kinder mit Sprachstörungen. Im vergangenen Jahr waren es 14 Prozent.

Zahl der Sehstörungen nimmt zu

Dagegen nimmt die Zahl der Kinder mit Sehstörungen im Emsland weiter zu. Waren es 2010 nur 17 Prozent, mussten im abgelaufenen Jahr bereits 23 Prozent einen Augenarzt aufsuchen. Die Ärzte des Gesundheitsamtes stellten weiter bei 5 Prozent der Kinder Hörstörungen fest.

Über das Team „Zahngesundheit“ betreute das Gesundheitsamt zudem 12192 Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren in 2013. In Kindertagesstätten, Grundschulen und Förderschulen finden regelmäßig zahnärztliche Untersuchungen statt. Dabei konnten 7504 Kinder im vergangenen Jahr auf ein „gesundes Gebiss“ stolz sein. Ihre Zähne plagten weder Füllungen noch Karies. „Erfreulich“ ist nach Angaben der Amtsleiterin, dass im Beobachtungszeitraum der Anteil der „gesunden Kinderzähne von 67 auf 71 Prozent noch einmal anstieg. Bei den Kleinkindern (drei bis sechs Jahre) reduzierten sich die „kariösen Gebisse“ sogar von 24 auf 19 Prozent.