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Bürgermeisterwahl hat ein klares Ergebnis Twister bestätigen Ernst Schmitz im Amt

Von Manfred Fickers | 11.09.2011, 20:24 Uhr

Die Bürgermeisterwahl in Twist hatte ein klares Ergebnis: Ernst Schmitz (CDU) verteidigt mit fast 80 Prozent der Wählerstimmen sein Amt gegen Herausforderer Sascha Scholz (Wählergemeinschaft Twist, WGT).

Dieses Ergebnis zeichnete sich bereits nach der Auszählung in den ersten Wahllokalen ab. Politiker aller Ratsfraktionen blickten gemeinsam mit interessierten Bürgern gebannt auf die Leinwand im Heimathaus, als das Wahlokal Neuringe und bald danach Twist-Siedlung I den Endstand der Auszählung gemeldet hatte. Auch als fast alle Stimmen gezählt waren, wollte der Amtsinhaber noch nichts von Gratulation hören.

Als dann das vorläufige Endergebnis feststand, war der CDU-Fraktionsvorsitzende Heinz Janning erster Gratulant. Der unterlegene Kandidat Sascha Scholz beglückwünschte Schmitz als Nächster. Sie sprachen sich gegenseitig ihren Respekt aus.

„Ich bin sehr froh“, lautete der erste Kommentar von Schmitz zur Wiederwahl. Die Bürger hätten anerkannt, dass in der Gemeinde viel zum Besseren bewegt worden sei. Dies zeige der Wahlausgang eindeutig. „Ich gehe gestärkt in die neue Amtszeit von acht Jahren“, stellte der Bürgermeister fest. Gemeinsam mit dem Rat und der Verwaltung sei noch „viel Arbeit für unser Twist“ zu leisten.

Unterstützung

„Es war eine sehr, sehr spannende Zeit“, sagte Sascha Scholz über den Wahlkampf. Für sein Abschneiden machte er die Wahlbeteiligung von knapp unter 54 Prozent verantwortlich. Es habe viel Zuspruch von jungen Leuten gegeben, aber diese seien anscheinend nicht in ausreichender Zahl zur Wahl gegangen. Angesichts dessen habe er ein akzeptables Ergebnis erzielt. Dankbar sei er für die Unterstützung, die er weit über die Wählergemeinschaft hinaus erfahren haben. Als nicht günstig bezeichnete er die unklare Haltung der SPD zu seiner Wahl. Manche Sozialdemokraten unterstützten ihn. Dennoch gab es keinen Mehrheitsbeschluss der SPD, Scholz offiziell als Kandidaten ihren Wählern zu empfehlen.

Zufrieden mit dem Ergebnis der Bürgermeisterwahl zeigten sich die CDU-Mitglieder. Der Fraktionsvorsitzende Heinz Janning freute sich über die Geschlossenheit, die seine Partei im Wahlkampf gezeigt hatte und die sich in der starken Zustimmung bei der Bürgermeisterwahl und der Gemeinderatswahl zeigte, die der CDU 72,86 Prozent der Wählerstimmen einbrachte.

Angesichts der Stimmenverteilung bei der Gemeinderatswahl zeigte sich, dass die WGT ihr Ergebnis im Vergleich zur Wahl 2006 gehalten hat und keineswegs alle SPD-Wähler für den Bürgermeisterkandidaten Scholz gestimmt haben. Dies wird sicher in der SPD für Diskussionen sorgen. Immerhin verbuchten die Sozialdemokraten einen Stimmenzuwachs gegenüber der Wahl 2006 und kommen jetzt auf vier Ratsmandate.

Die Wahl hat trotz eines Sitzverlustes die CDU-Mehrheit im Rat bestätigt, die dem CDU-Bürgermeister ein starker Rückhalt sein wird. Die SPD steht vor der Frage, wie sie sich im Hinblick auf die anderen beiden Ratsfraktionen aufstellen will.