Ein Konzept für die Siedlung Gemeinde Twist sieht Erneuerungsbedarf

Leitungsnetze sind in den vergangenen Jahren in Twist-Siedlung erneuert worden. Die Gemeinde will die Erneuerung dieses Ortsteils gemeinsam mit den Hauseigentümern fortführen. Foto: Manfred FickersLeitungsnetze sind in den vergangenen Jahren in Twist-Siedlung erneuert worden. Die Gemeinde will die Erneuerung dieses Ortsteils gemeinsam mit den Hauseigentümern fortführen. Foto: Manfred Fickers

Twist. Die Gemeinde Twist will Fördermittel für die Erstellung eines Konzepts zur Modernisierung des Ortsteils Siedlung beantragen.

Ab 1950 entwickelte die damalige Gemeinde Hesepertwist eine Siedlung auf einem Gelände, dass vom Heseper Torfwerk ab 1913 abgetorft worden ist. Im Kernbereich des stetig erweiterten Wohngebiets leben nach Angaben der Gemeinde gut 1600 Einwohner in 505 Wohngebäuden. Die Strukturen entsprechen nicht mehr heutigen Anforderungen, deshalb haben Versorgungsbetriebe in den vergangenen Jahren unter anderem ihre Leitungsnetze erneuert. Von Fördertöpfen wie die Dorferneuerung können die Einwohner und die Gemeinde bei der nötigen Modernisierung von Häusern, Straßen und öffentlichen Einrichtungen nicht profitieren, denn die Siedlung, wie sie kurz genannt wird, hat eher einen städtischen Charakter. Dies macht aber die Beantragung von Fördermitteln aus dem Programm „Energetische Stadtsanierung“ möglich, teilte Andreas Schwieters vom Fachbereich für Gemeindeentwicklung im Ausschuss für Gemeindentwicklung und Feuerschutz mit.

Bekommt die Gemeinde eine Förderzusage, gebe es zunächst eine Bestandsaufnahme, dann werden Handlungsszenarien für eine nachhaltige Entwicklung des Quartiers entwickelt, die Handlungsvorschläge für Sanierung und Entwicklung beinhalten, verbunden mit einer Beratung der Hauseigentümer, sagte Schwieters. Pflichtthema sei eine Verbesserung der Energieeffizienz, wovon alle Hausbesitzer profitieren können, aber auch die Ortsgestaltung, Barrierefreiheit, Leerstandsmanagement und nachhaltige Nutzung von Gebäuden und öffentlichen Einrichtungen.

Vor dem Start

Sobald die Gemeinde das Startsignal von der vom Bund mit der Vergabe der Mittel beauftragten KfW-Bank erhält, kann ein Planungsbüro beauftragt werden. Dieses wird dann zusammen mit der Gemeinde von Anfang an die Einwohner einbeziehen, ebenso Organisationen wie den Schützenverein, den SV Germania und die Kirchengemeinde St. Ansgar. Der Antrag bezieht sich auf das Gebiet zwischen den Straßen Am Kanal, J.-D.-Lauensteinstraße, Heseper Straße und An der Wieke, erläuterte Schwieters. Die Gemeinde verspricht sich von einer Aufwertung dieses Gebiets positive Wirkungen auf die Wohnsiedlung westlich des Süd-Nord-Kanals und das angrenzende Rühlertwist-Mitte.

Heinz Pieper (Wählergemeinschaft Twist) drängte auf eine frühzeitige Bürgerinformation. Bürgermeister Ernst Schmitz antwortete, dass dies erst geschehen könne, wenn der Antrag bewilligt ist. Befürwortet wurde der Antrag durch Gerhard Menke (CDU). Jetzt gebe es die Chance, die Siedlung für die Zukunft fit zu machen und insbesondere attraktive Lebensverhältnisse für junge Familien und ebenso ältere Bürger zu schaffen. Rudi Gaidosch (SPD) stellte fest: „Die Siedlung hat Verbesserungen dringend nötig.“ Er forderte die Verwaltung auf, weitere Fördermöglichkeiten zu suchen und zu nutzen.


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