Strom schützt vor Rost CDU Twist informiert sich bei der Firma Korupp

Anoden für den Korrosionsschutz von Pipelines stellte Waldemar Korupp (zweiter von rechts) den Gästen von der CDU-Twist vor. Foto: Manfred FickersAnoden für den Korrosionsschutz von Pipelines stellte Waldemar Korupp (zweiter von rechts) den Gästen von der CDU-Twist vor. Foto: Manfred Fickers

Twist. Kathodischer Korrosionsschutz - was das ist, erfuhr die CDU-Twist bei einem Besuch der Firma Korupp im Gewerbegebiet an der A 31.

Waldemar Korupp junior erzählte den Gästen aus Twist, die durch den Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann und dem Landtagsabgeordneten Bernd-Carsten Hiebing begleitet wurden, von den Anfängen des Unternehmens. Sein Vater Waldemar Korupp senior haben 1952 einen Handwerksbetrieb für Wasser- und Elektroinstallation in Schöninghsdorf gegründet. Es kamen bald Aufträge herein, Rohrleitungen und Förderanlagen in den Erdgas- und Erdölfeldern der Region zu reparieren.

Rohrleitungen, Tanks und Verarbeitungsanlagen mussten vor der Zerstörung durch das salzhaltige Lagerstättenwasser geschützt werden. Setzt man das Metall unter einen schwachen Stromfluss, kann die Salzbrühe nicht so leicht Löcher in den Stahl fressen.

Ein einfaches Prinzip, dass aber nur mit einem hohen technischen Wissen zur Wirkung gebracht werden kann, erklärte Korupp. Im Unternehmen werden patentierte Geräte gebaut und weiterentwickelt, die an das jeweilige Anwendungsgebiet genau angepasst sind. Neben diesem Kathodischen Korrosionsschutz ist das Unternehmen in der Mess- und Regeltechnik tätig und der Bereich Blitzschutz soll ausgeweitet werden. Den Kunden aus der Erdöl- und Erdgasindustrie wird die Pipelinevermessung angeboten, die dank GPS-Technik zentimetergenau möglich ist. Auf Kundenwunsch können die Korrosionsschutzanlagen mit einer Fernüberwachung ausgerüstet werden.

Der Erfolg der Methode war so groß, dass die Firma 2008 ihr Lager in das Industriegebiet an der Autobahn 31 in Twist verlagerte und inzwischen hier ihren Hauptsitz hat. Angesichts des hohen Bedarfs bei der Erhaltung von Leitungen und Tankanlagen unterhält das Unternehmen Niederlassungen in Duisburg, Saarlouis, Friedeburg, Schermbeck und Steimbke bei Nienburg an der Weser.

Korrosion durch Salzwasser tritt auch an Brücken, Parkhäusern, Tunneln, Offshoreanlagen und in Häfen auf. Hier habe sich der Kathodische Korrosionsschutz bewährt, betonte Korupp. Die Nachfrage sei inzwischen so groß geworden, dass die Firma Instakorr mit Sitz in Darmstadt gegründet wurde, die den Schutz von Stahl in Betonbauten anbietet.

50 Mitarbeiter hat das Twister Unternehmen, rechne man Instakorr hinzu, seien es 120, antwortete Korupp auf die Frage zum Thema Fachkräftemangel. Weil es keinen speziellen Ausbildungsberuf gibt, bilde man Elektriker aus, die über eine Weiterbildung in drei Stufen in das Fachgebiet hinein qualifiziert werden. Man nehme auch schwächere Schulabsolventen als Auszubildend e an. Dank intensiver Begleitung können fast alle die Ausbildung in der vorgesehenen Zeit erfolgreich abschließen.


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