Anlagen sollen erneuert werden CDU-Emslage besucht das Ölfeld Rühlermoor


Twist. Über den aktuellen Stand der Ertüchtigung des Ölfelds Rühlermoor für die Förderung bis 2050 hat sich die CDU-Emslage begleitet vom Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann informiert.

Projektmanager Redevelopment Stefan von Bose sagte, dass das von der ExxonMobil Productions Deutschland (EMPD) betriebene Genehmigungsverfahren kurz vor dem Abschluss steht. Die technischen Vorbereitungen im Ölfeld und am Betriebsplatz im Industriegebiet Am Kreisforst in Meppen-Rühlerfeld seien weit gediehen. Ende 2018 werde die endgültige Investitionsentscheidung im Unternehmen gefällt, wenn die nötigen Genehmigungen vorliegen.

1949 hat die Erschließung des Ölfeldes im Gebiet der heutigen Gemeinden Twist und Geeste begonnen. Das Öl wird auf dem Betriebsplatz Am Kreisforst aufbereitet und von hier zur Erdölraffinerie nach Lingen-Holthausen zur Weiterverarbeitung gepumpt. Bei einer Rundfahrt mit der Feldbahn, die den Erdölbetrieben dazu dient, schweres Gerät ins Moor zu bringen, beschrieb Betriebsleiter Daniel Fischer, wie mit Dampfinjektionen in die Erdöllagerstätte der Zufluss zu den Fördersonden verbessert wird. So kann der Betrieb circa 500 Tonnen Erdöl pro Tag gewinnen. Noch dienen dazu Dampferzeuger, eine veraltete Technik die durch eine Kraft-Wärme-Kopplunganlage (KWK) im Industriegebiet Am Kreisforst ersetzt werden sollen, ergänzte von Bose. Dies spare Energie und nutze ebenso der Umwelt wie der Einsatz von Lagerstättenwasser zur Dampferzeugung. Der in der KWK-Anlage erzeugte Strom werde unter anderem für den Eigenverbrauch eingesetzt.

Stegemann stellte unter Hinweis auf den großen Aufwand der Ölförderung die Frage nach dem Grund der Investition. Von Bose erklärte, dass sich noch 70 Prozent des im Feld Rühlermoor gefundenen Erdöls in der Lagerstätte befinden. Natürlich sei die Investitionsentscheidung vom Ölpreis abhängig, aber auch von den Rahmenbedingungen für den Betrieb. Und die seien gut, dank neuester Untersuchungen kenne man die Verhaltnisse in der Tiefe genau, das gewonnenen Öl könne in der Nähe zum Ölfeld in Lingen weiterverarbeitet werden.

Zwei fachkundige Gäste aus dem ölreichen Südsudan, die die Vorsitzende der CDU-Emslage, Juliane Große-Neugebauer mitgebracht hatte, staunten über die Produktionsbedingungen im Emsland. Beide waren vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat in der Ölindustrie tätig. Förderplätze auf Fels und Wüstensand kannten sie, aber auf Betonstelzen im Moor, erschlossen von einer Feldbahn nicht. Sie fragten nach dem Miteinander von Landwirtschaft, Torfindustrie und der Rücksichtnahme auf die Umwelt und erfuhren wie der Interessenausgleich durch die Politik und den Rechtsstaat funktioniert.

Groß-Neugebauer lobte die Informationsarbeit von ExxonMobil. Die Einwohner seien frühzeitig von Absichten des Unternehmens in Kenntnis gesetzt worden. In Bürgerversammlungen wurde auf Fragen und Kritik geantwortet. Schon vor zwei Jahren konnte sich die CDU-Emslage bei einem Besuch ausführlich über das Projekt erkundigen. Dies fand Anerkennung beim Bundestagsabgeordnete Stegemann. Er würde eine positive Investitionsentscheidung von ExxonMobil begrüßen.


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