Frontmann schildert Erlebnisse Terrorverdacht bei Rock am Ring: Emsländer von Razz waren dabei

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Rock am Ring 2017: Die emsländische Band Razz war dabei, als das Festival wegen Terrorverdachts am Freitag unterbrochen wurde. Foto: Razz/Nils LucasRock am Ring 2017: Die emsländische Band Razz war dabei, als das Festival wegen Terrorverdachts am Freitag unterbrochen wurde. Foto: Razz/Nils Lucas

Twist. Der Abbruch des Rock am Ring-Festivals 2017 wegen Terrorverdachts wird nicht nur vielen Besuchern in Erinnerung bleiben. Auch die emsländische Band Razz, die einen Auftritt an dem Freitag hatte, war dabei. Unsere Redaktion sprach mit Frontmann Niklas Keiser über seine Erlebnisse vor Ort.

Mit großer Vorfreude hatte sich die Twister Band Razz am Donnerstag auf dem Weg zum Rock am Ring 2017 am Nürburgring in der Eifel gemacht. Der Auftritt am Freitag war ein voller Erfolg. Die 40-minutige Show der jungen Emsländer kam beim Publikum gut an. „Es waren recht viele Leute vor der Bühne. Obwohl wir schon um kurz nach 14 Uhr gespielt haben“, sagte Razz-Frontmann Niklas Keiser im Gespräch mit unserer Redaktion. „Wir konnten sogar einige bekannte Gesichter im Publikum ausmachen. Es hat echt richtig Spaß gemacht. Gefühlt war der Auftritt dann aber viel zu schnell vorbei.“

„Zum Glück ist nichts passiert“

Nach ihrem Auftritt gingen die vier Emsländer hinter die Bühne und verbachten Backstage einen tollen Tag. Doch gegen 21 Uhr war vorerst Schluss mit der ausgelassenen Stimmung. Nachdem die Broilers aufgetreten waren, trat Veranstalter Marek Lieberberg auf die Hauptbühne und verkündete, dass es eine Terrorwarnung für sein Festival gab. „Er sprach ruhig und sagte, dass es keinen Grund zur Panik gebe. Das Festival würde aber für heute nicht mehr weitergehen“, erinnert sich der Razz-Frontmann. „Das war schon ein komisches Gefühl. Sonst kannte ich so etwas höchstens aus dem Fernsehen. Nun war ich live dabei. Beeindruckend war aber, dass wirklich alle gesittet das Festivalgelände Richtung Campingplatz verlassen haben. Statt böser Worte wurden fröhliche Lieder angestimmt. Und zum Glück ist ja auch nichts passiert.“

Eltern und Freunde informiert

Keiser wie auch die anderen Bandmitglieder informierten umgehend nach der Bekanntgabe Lieberbergs ihre Eltern und Freunde. „Wir mussten ihnen ja Bescheid geben, dass uns nichts passiert ist und auch sonst nichts vorgefallen ist“, sagt der 20-Jährige. „Zufällig hatte ich zwei Stunden vor dem Abbruch des Festivals noch mit unserem Tontechniker über Terroranschläge gesprochen und dass so ein Festival ja auch ein geeignetes Ziel sein könnte. Dass es dann aber zwei Stunden später dazu kommt, war dann schon ein beklemmendes Gefühl.“ Auch hinter den Bühnen war eine Zeit lang alles abgesperrt, sodass Razz das Areal nicht verlassen konnten. Erst nach Mitternacht kamen sie im Hotel an.

Rock im Park

Der Samstag war damit verplant, von der Eifel nach Nürnberg zum Rock im Park zu fahren. Hier schauten sich die Emsländer noch kurz auf dem Festivalgelände um. Am Sonntag stand der nächste Auftritt auf dem Programm. „Der war übrigens wieder super“, so Keiser. „Aber es kannten uns nicht ganz so viele Zuschauer wie am Ring.“ Nach Ablieferung der Show schauten sich die vier noch den einen oder andern Akt an, ehe es auf die Rückreise ins Emsland ging.


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