Leben wie die Siedler Emsland-Moormuseum Geeste stellt sich Familien vor


Geeste. Im Emsland Moormuseum in Geeste - Groß Hesepe konnten die Besucher am 40. Internationalen Museumstag viel Wissenswertes erfahren.

Bei freiem Eintritt wurden stündliche Führungen in beiden Ausstellungshallen sowie im Freigelände angeboten. Familienführungen zum Thema Bienenzucht sowie Tiere und Pflanzen im Moor waren besonders für Kinder interessant.

„Museen sind das kulturelle und gesellschaftliche Gedächtnis, sie sammeln, bewahren, forschen und stellen aus“, sagte Museumsleiter Michael Haverkamp. Nicht in allen europäischen Ländern spielen Museen eine so große Rolle wie in Deutschland, berichtete er weiter, Deutsche gehen gerne ins Museum. Nur zeige sich, sei einigen Jahren, dass große Städte museal stärker werden, wie die Museumsinsel in Berlin und das Sprengel Museum in Hannover, Museen in der Fläche jedoch rückläufige Besucherzahlen verzeichnen. Der Tourismus verstärke sich in Richtung der Zentren. Deshalb ist der internationale Museumstag einer der wichtigsten Tage im Jahr, betonte Haverkamp, um lokale Museen wieder ins Bewusstsein zu rücken, denn die Regionalität spiegelt sich in den Museen vor Ort.

Besucher konnten in der Dauerausstellung zum Thema: Aufsiedlung der emsländischen Moore viel über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Siedler im 19. und 20. Jahrhundert erfahren. Im Außengelände lockte das Siedlerhaus mit Stallgebäude und großem Bauerngarten viele Besucher an. Holzbänke luden ein zum Verweilen, hier wurden frisch gebackene Waffeln serviert.

Kinder interessierten sich besonders für die im Museumsgelände lebenden Tier. Die Siedlerstelle beherbergt im Außengelände vom Aussterben bedrohte, alte Haustierrassen aus der Region wie die Bentheimer Schweine und Schafe, Westfälische Totlegerhühner und Diepholzer Gänse.

Fasziniert waren viele Besucher von der Lebensweise der Bienenvölker. Museumsführerin Andrea Haverkamp-Bergholz gewährte den Besuchern, die einen Schutzanzug tragen konnten einen Einblick in den Bienenstock. Honig konnte direkt von der Wabe probiert werden.

Das Moormuseum bietet übers Jahr verteilt Aktionen an. Unter anderem findet das bundesweite dreitägige Junior Ranger Treffen im Juli im Moormuseum statt. Weiterhin gibt es eine Fledermausnacht, das Buchweizenblütenfest und im Oktober einen Markttag für Genießer mit kulinarischem und musikalischem Schwerpunkt. Unter den Angeboten für Schulklassen befindet sich der Siedlertag. Hierbei können Kinder die Arbeit einer Bäuerin wie in früheren Zeiten miterleben. In Kleingruppen werden die Tiere versorgt, im Garten gesät und geerntet und eine Mahlzeit zubereitet.


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