Zwartemeer gedenkt Kriegsopfer Eine neue Gedenktafel an der Grenze bei Twist

Von Manfred Fickers

Eine Lancaster Mk. II wurde am 22. März 1944 an der deutsch-niederländischen Grenze bei Zwartemeer abgeschossen. Für die dabei gestorbenen sieben Mann Besatzung soll am 29. April eine Gedenktafel aufgestellt werden. Foto: Archiv SLOEine Lancaster Mk. II wurde am 22. März 1944 an der deutsch-niederländischen Grenze bei Zwartemeer abgeschossen. Für die dabei gestorbenen sieben Mann Besatzung soll am 29. April eine Gedenktafel aufgestellt werden. Foto: Archiv SLO

Twist/Zwartemeer. Mit einem Veranstaltungsvormittag wollen die Stichting Cultuurhistorisch Zwartemeer und die Studiegroep Lucht Oorlog Drenthe am Samstag, 29. April, ab 10 Uhr, an den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen für das deutsch-niederländische Grenzgebiet erinnern.

Treffpunkt ist das Gebäude des Staatsbosbeheer an der Kamerlingswijk OZ 86 in Zwartemeer. Hier wird es eine Ausstellung und Vorführungen geben. Dabei soll eine Gedenktafel für die Besatzung eines britischen Lancaster-Bombers enthüllt werden, der am 22. März 1944 von einem deutschen Nachtjäger abgeschossen wurden. Fünf Mann der Besatzung starben beim Absturz in Zwartemeer an der Grenze zu Twist-Schöninghsdorf.

Es ist das erste Gedenkzeichen der künftigen Lost-Wings-Route in der niederländischen Provinz Drenthe, mit der an 131 abgestürzte Flugzeuge und ihre Besatzungen aus der Zeit von 1940 bis 1945 erinnert werden soll. Wie bei einer deutsch-niederländischen Historikertagung in Zwartemeer 2015 angekündigt, sollen die Schicksale alliierter und deutscher Flieger erforscht und in den Texten der Gedenktafeln Erwähnung finden. Geplant ist ein Überflug historischer Maschinen der Koninklijke Luchtmacht.

Kamerlinks Wijke in Zwartemeer ist am 10. Mai 1940 zu einem historischen Ort geworden, weil hier beim Überfall Deutschlands auf die neutralen Niederlande gegen 6 Uhr morgens das erste Gefecht zwischen den vom Grenzübergang Twist-Hebelermeer kommenden deutschen Truppen und der niederländischen Grenzwacht stattfand. Erinnert wird auch an die Befreiung der Provinz Drenthe und die Eroberung des Emslandes im April 1945 durch kanadische und polnische Truppen unterstützt von französischen und belgischen Fallschirmjägern sowie niederländischen Widerstandsgruppen.