Millionenaufwand der Gemeinde Twist muss 45 Krippenplätze bis 2018 schaffen

Einen Bewegungsraum gibt es im Kindergarten St. Marien in Twist-Bült. Bürgermeister Ernst Schmitz und die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (vorn), betrachten die Schaukel. Foto: Manfred FickersEinen Bewegungsraum gibt es im Kindergarten St. Marien in Twist-Bült. Bürgermeister Ernst Schmitz und die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (vorn), betrachten die Schaukel. Foto: Manfred Fickers

Twist. Die „logistische Meisterleistung der Erzieherinnen“ ist von der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann beim Informationsbesuch im Kindergarten St. Marien in Twist-Bült gelobt worden. Hier werden 147 Kinder in sieben Gruppen betreut.

Mit fünf Kindergarten- und zwei Krippengruppen hat die Einrichtung ihre Kapazitätsgrenze erreicht. Kindergartenleiterin Melanie Wessels und Ines Bruns, stellvertretende Kindergartenleiterin, stellten gemeinsam mit Bürgermeister Ernst Schmitz und Fachbereichsleiter Peter Liedtke den Kindergarten und die Gesamtsituation der Gemeinde im Bereich frühkindlicher Bildung vor. Der Vorsitzende der CDU Twist, Sven Leisdon, hatte den Informationsrundgang organisiert, denn: „Politik muss Rahmenbedingungen schaffen“ angesichts des gesellschaftlichen Wandels.

Connemann sieht die Gemeinde und den Landkreis Emsland auf dem richtigen Weg. Aber Bund und Land müssten sich über Zuständigkeiten verständigen, um die Kommunen nicht zu überfordern.

Was die Gemeinde seit 2010 geleistet hat und noch leisten muss, belegte der Bürgermeister mit Zahlen. 75 Krippenplätze sind in vier Einrichtungen geschaffen worden, weitere in altersübergreifenden Gruppen. Mittlerweile ist die Anmeldequote für Kinder im Krippenalter auf fast 52 Prozent pro Jahrgang gestiegen. Aber nicht nur die Quote steigt, auch die Geburtenzahlen. Bis 2018 werden voraussichtlich weitere 45 Krippenplätze benötigt.

Vorgesehen sind ein Anbau an den Kindergarten St. Ansgar in Twist-Siedlung und eine neue Krippe in Twist-Bült, erklärte Schmitz. Erste Berechnungen haben einen Finanzbedarf von fast zwei Millionen Euro ergeben. Einkalkuliert werden 540.000 Euro vom Land, 355.000 Euro vom Landkreis, 30.000 Euro vom kirchlichen Kindergartenträger, sodass mehr als eine Millionen Euro von der Gemeinde aufzubringen sind. Zügig geklärt werden soll die Standortfrage in Twist-Bült.

Die Bundestagsabgeordnete und die Mitglieder der CDU Twist zeigten sich beeindruckt von dem erst im vergangenen Jahr erweiterten und modernisierten Kindergarten. Die 21 Mitarbeiterinnen gestalten die pädagogische Arbeit in einer Ganztags-Krippengruppe, einer Krippengruppe mit Einzelintegration, einer Ganztags-Kindergartengruppe, einer altersübergreifenden Gruppe und drei Regelgruppen des Kindergartens. Kindergartenleiterin Wessels zeigte, dass die Raumaufteilung eine gegenseitige Störung von Krippen- und Kindergartenbetrieb vermeiden hilft, andererseits können Kontakte zwischen den Gruppen gepflegt werden, wo es sinnvoll ist. Ein Vorteil sei auch die Nähe zur Marienschule. Bürgermeister Schmitz erklärte dazu, dass der Gemeinderat sich für ein dezentrales Konzept ausgesprochen hat, um sanfte Übergänge von Krippe zu Kindergarten und weiter zur Schule möglich zu machen.


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