Straßennamen der Gemeinde Twist Egon Schöningh Förderer der Moorsiedlung

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Die Egon-Schöningh-Straße befindet sich nördlich des Hoogeveen-Kanals in Schöninghsdorf . Foto: Manfred FickersDie Egon-Schöningh-Straße befindet sich nördlich des Hoogeveen-Kanals in Schöninghsdorf . Foto: Manfred Fickers

Twist. Die Egon-Schöningh-Straße erschließt Schöninghsdorf nördlich des Hoogeveen-Kanals. Die frühere Gemeinde Schöningshdorf ehrte mit dieser Benennung einen Förderer der Ortschaft, aus der Familie der Gründer der Moorsiedlung.

Egon war der Sohn des Verlagsbuchhändlers Ferdinand Schöningh junior (1856 – 1925) und seiner Ehefrau Anni, geborene Russell, und Enkel von Ferdinand Schöningh senior (1815 – 1883). Dieser hatte gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Eduard (1823 – 1900) und mehreren weiteren Investoren ab 1872 das große Moorgebiet an der niederländischen Grenze erworben, in dem ab 1875 Schöninghsdorf entstanden war.

Eduard und Ferdinand Schöningh erwarben nach und nach die Anteile der Mitinvestoren. Weil Eduard den gemeinsamen Besitz von Meppen aus verwaltete, gilt er als der Gründer von Schöninghsdorf.

1887 in Paderborn geboren

Egon Schöningh wurde am 31. Januar 1887 in Paderborn geboren, wo sein aus Meppen stammender Großvater 1842 eine Buchhandlung mit Verlag übernommen hatte. Sein Vater und sein zwei Jahre älterer Bruder Ferdinand (1885 – 1914) führten diesen Betrieb weiter.

Egon Schöningh studierte Landwirtschaft verbunden mit einer praktischen Ausbildung auf Mustergütern. Sein Studium in Bonn und Leipzig beendete er mit dem Diplomexamen.

1913 übernahm der das Gut Hundemühlen bei Oldenburg, heißt es in einem Nachruf auf seinem Totenzettel. Im folgenden Jahr heiratete er Margarete Druffel aus Paderborn. Zwei Söhne und eine Tochter starben, bevor sie das Erwachsenenalter erreichten, zwei Töchter lebten noch, als Egon Schöningh am 27. März 1951 nach längerer schwerer Krankheit starb.

praktischer Landwirt

„Praktischer Landwirt zu sein, war seine ganze Freude“, heißt es in seinem Nachruf. Über die Egon-Schöningh’sche Gutsverwaltung kümmerte er sich um den Familienbesitz in Hebelermeer und im Norden von Schöninghsdorf in der Zeit zwischen 1940 und 1950. 1945/46 musste er hinnehmen, dass seine Mitarbeiter ebenso wie alle anderen Einwohner von Schöninghsdorf und Hebelermeer aus der Grenzzone zwischen der niederländischen Grenze und dem Süd-Nord-Kanal vertrieben wurden.

Im Anschluss waren Schäden durch Plünderungen und die erzwungene Vernachlässigung der Ländereien zu beseitigen. Aufgewachsen in einer tiefreligiösen Familie förderte Egon Schöningh besonders die katholische Kirchengemeinde St. Franziskus in Schöninghsdorf.


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