Einstimmiges Votum Weiterhin dezentrales Krippenangebot in Twist

Kinder im Kindergarten St. Marien Twist-Bült. Archivfoto: Manfred FickersKinder im Kindergarten St. Marien Twist-Bült. Archivfoto: Manfred Fickers

ghm Twist. Die Gemeinde Twist wird auch künftig weiterhin an einem dezentralen Krippenangebot festhalten. Hierfür sprach der sich der Ausschuss für Generationen und Ehrenamt einstimmig aus. Sofern der Rat noch zustimmt, kann die Verwaltung zügig die entsprechenden Planungen vorantreiben und die notwendigen Förderanträge stellen.

Ausführlich erläuterte Fachbereichsleiter Peter Liedtke im Ausschuss die Situation und stellte die Bedarfsquoten vor. Danach fehlen bei einer Bedarfsquote von 50 Prozent aller 1-3Jährigen im Kindergartenjahr 2017/2018 gemeindeweit 47 Krippenplätze und im Kindergartenjahr 2018/2019 66 Krippenplätze. Es galt jetzt im Ausschuss abzuwägen, ob man dezentral oder zentral weiter planen soll. Außerdem hatte die Katholische Kirchengemeinde St. Ansgar einen Antrag auf weitere 15 Krippenplätze gestellt.

Neubau

Hinzu kommt, dass St. Ansgar eine Sanierung des Pfarrheims aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr durchführen will, sondern einen Neubau plant. Vorher allerdings soll eine Krippeneinheit mit zwei Gruppen und Nebenräumen an die Kita angebaut werden. Dort werden dann die bisherigen 15 Krippenplätze aus dem alten Pfarrhaus und die neue Krippengruppe mit geplanten 15 neuen Plätzen untergebracht werden. Wenn dem Antrag der Kirchengemeinde gefolgt wird, wird darüber hinaus ein Ausbau der Krippenbetreuung im Ortsteil Twist-Bült erforderlich. „Hier sind im Kindergartenjahr 2018/2019 mindestens zwei weitere Krippengruppen und im Folgejahr zusätzlich Kindergartenplätze erforderlich“, betonte Bürgermeister Ernst Schmitz.

Liedtke stellte im Ausschuss fünf Varianten vor, wobei dem Neubau eines Krippenhauses zum Beispiel zentral am Hallenbad ( Variante 4 und 5) eine klare Absage erteilt wurde. Die anderen drei Varianten betreffen St. Ansgar und St. Marien (Twist-Bült).

Platz für Krippenhaus

Bei der Kita St. Marien wäre noch Platz für den Bau eines Krippenhauses vorhanden, aber dann hätte die Kita keinen Erweiterungsraum mehr, der aber schon ab 2018 benötigt wird. Daher befürwortet der Ausschuss den Neubau eines zweigruppigen Krippenhauses in Twist-Bült auf einem gemeindeeigenen Grundstück mit Erweiterungsmöglichkeiten. Auch den Antrag der Kirchengemeinde St. Ansgar unterstützt der Ausschuss und sprach sich für den Anbau eines Krippenhauses aus. Allerdings müssen die Fraktionen noch beraten, wie mit dem geplanten Umzug der ersten Krippengruppe in den Anbau verfahren werden soll. Hierüber wird der Rat zu entscheiden haben. Stefan Ählen betonte, die CDU spreche sich klar für eine dezentrale Krippenplanung vor Ort aus. Bernd Kötting (WGT): „Für den Bült empfiehlt sich ein neues Gebäude mit Erweiterungsmöglichkeiten“.  Ansgar Wilken stellte heraus, dass sich die dezentrale Entwicklung positiv auf die Ortsteile und jungen Familien auswirken werde.

78 neue Flüchtlinge

Im Bericht des Bürgermeisters teilte Schmitz mit, dass die Gemeinde Twist bis Ende 2017 78 neue Flüchtlinge aufnehmen müsse sowie noch 27 aus der letzten Quotierung. Bleibe abzuwarten, wie viele letztlich noch kommen werden. Der Spielplatz an der Fürstenbergstraße wird abgebaut und neu überplant. Dafür will die Gemeinde mittelfristig einen neuen öffentlichen Spielplatz im Bereich des Zentrums anlegen. Schmitz wies auch noch auf die neuen Förderrichtlinien des Bistums Osnabrück für Kindertagesstätten hin. Ziel sei es, durch nachhaltige Förderung die Kindertagesstätten zu sichern.


0 Kommentare